WACHET UND BETET

Aktuelle Mitteilung: Das Werk WACHET UND BETET hat seit 20.3.2015 einen eigenen Internetauftritt: www.wachetundbetet.de


Das Werk WACHET UND BETET ist eine Vereinigung katholischer Laien, die seit 1979 besteht und sich durch eine von der Gründerin geprägte eucharistisch- charismatische Spiritualität kennzeichnet. Die Schwerpunkte sind:

kreuz

  • Die eucharistische Anbetung inmitten der Gemeinde zu pflegen und zu fördern.
  • Ein Leben der tiefen Gottverbundenheit anzustreben.
  • Die konkrete Mitarbeit im Reich Gottes, je nach Möglichkeiten, Gaben und Berufung.

Das Werk ist noch jung, manches ist noch im Aufbau bzw. in der Experimentierphase. Die kirchliche Anerkennung wurde auf Probe (ad experimentum) über insgesamt 14 Jahre erteilt und besteht derzeit wegen kirchenrechtlich noch offener Fragen nicht. Die Gründerin des Werks, Barbara Busowietz, ist am 10.3.1998 im Alter von 58 Jahren verstorben.

Ihr Leben in kurzer Zusammenfassung

Barbara Busowietz, 1939-1998
Barbara Busowietz, 1939-1998

Geboren am 8.8.1939 in Leobschütz, Oberschlesien. Im Januar 1945 Flucht nach Bad Reichenhall. Ihre Mutter starb am 25.4.1945 bei einem Luftangriff in Bad Reichenhall. Sie wuchs dann in Augsburg auf.

1960 begann sie ihre Ausbildung im Erzbischöfl. Seminar für Katechese und Seelsorgehilfe in München, die sie mit besten Noten abschloss. Sie war dann ein Jahr Katechetin in bischöfl. Seminar in München, dann ein Jahr Assistentin am erzbischöfl. Seminar für Katechese und Seelsorgehilfe in München.

Vom Juni 1964 bis Sept. 1969 war sie schwer erkrankt. Sie schrieb damals ihr erstes Büchlein “Von der Klage zur Freude”, das schon vielen Kranken Trost und Hilfe brachte.

Ab 1969 versuchte sie trotz ihrer Schwäche zunächst stundenweise zu arbeiten und war dann 1970 bis 1983 Religionslehrerin in Landshut und Gündelkofen tätig. Im Jahr 1979 empfing sie im Gebet als ihre Berufung das Konzept für „Eremiten/Eremitinnen der Anbetung“.
1980 hat Bischof Rudolf Graber sie gebeten, in die Diözese Regensburg zu wechseln, um als „Eremitin“ nach diesem Konzept zu leben. Als sie das 1983 tat, war zunächst keine Stelle für die da, sodass sie als “Pfarrhaushälterin” mit Pfr. Krämer in der Seelsorge zusammenarbeitete, und 1984 mit ihm nach Pfatter kam.

1991 wurde sie dann von der Diözese Regensburg als Gemeindereferentin übernommen für die Pfarreien Pfatter und Geisling und die überpfarrlichen Dienste für die Charismatische Erneuerung.

Seit 1976 hat sie in Landshut / St. Pius den ersten Gebetskreis der Charismatischen Erneuerung in der Region Landshut gegründet und geleitet, und wurde 1980 von den Gruppen der charismatischen Erneuerung der Diözese Regensburg zur Diözesansprecherin gewählt und vom Bischof bestätigt. Diesen Dienst erfüllte sie bis 1996.

In Pfatter hat sie die „Klause“ als „Eremitin der Anbetung“ eingerichtet, mit Anbetungskappelle, als Zentrum des Werkes WACHET UND BETET, das Anfang 1993  kirchlich anerkannt wurde. So legte sie im Mai 1993 mit den ersten vier „Eremitinnen/Eremiten der Anbetung“ ihre Versprechen in die Hand des Bischofs ab – ein Versprechen das jedes Jahr wiederholt wird. Zum Werk gehört auch die “Jünger-Jesu-Gemeinschaft” (und andere Gemeinschaften im Aufbau), sowie der “Freundeskreis” mit mehreren Gruppen.

Aus ihren veröffentlichten Büchern zehren viele geistige Nahrung und praktische Hilfe in der Seelsorge: “Von der Klage zur Freude”, “Ein Lied der Liebe für meinen Gott”, dann das Heft “Von der Mystikern lernen”, dann die Trilogie: “Du bist”, “Ich bin” und “In Eins” (letzteres wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht), sodann die Katechumenatsbücher mit gestaltpädagogischen Elementen, die sie selbst in Kursen und mit den Kindergruppen jahrelang gehalten hat: “Katechumenat: Schritte des Glaubens” (für Erwachsene), “Firm-Katechumenat” und “Erstkommunion-Katechumenat: Brot, von dem ich lebe”.
Nach zwei Krebsoperationen mit Nachbehandlungen und teilweiser Besserung wurde 1996 ihre Krankheit wieder akuter, sodass sie immer schwächer wurde und die Berufsunfähigkeits-Rente erhielt.

Am 28.1.1998 musste sie ins Krankenhaus Wörth, und war dann ab 19.2.1998 im Pflegeheim Geiselhöring, wo sie am 10.3.1998 von ihrem Leiden erlöst wurde. Nach ihrem Wunsche wurde am 14.3.1998 ein österlicher Dankgottesdienst in weiß zu ihrer Beerdigung gehalten, mit frohen Liedern der Auferstehung.

Ihr Lebenswerk geht weiter; schon vom 27. bis 29.3.1998 wurde, wie sie es im Herbst 1997 geplant hatte, das große Jahres-Treffen des Werkes WACHET UND BETET in Pfatter gehalten, mit Erneuerung der Versprechen, ebenso in den Jahren 1999 und 2000, dazwischen auch jeweils im Sommer die internen Treffen der „Eremiten/Eremitinnen der Anbetung“.

Unsere Barbara ist von ihrem Leiden erlöst und durfte heimkehren zu ihrem Schöpfer und Erlöser Jesus Christus, dem sie mit reiner Liebe ihr Leben lang verbunden war und für den sie sich voll Eifer eingesetzt hatte. Ihr Motto, das sie im Pfarrhof in Pfatter eingerahmt hängen hat, lautet:

“Herr, mach mich würdig, Deiner Kirche zu dienen, die am Boden liegt!”

Sie sah ganz nüchtern so manche Fehlentwicklungen in der Kirche und fühlte sich berufen, als „Eremitin der Anbetung“ durch ihr Gebet und Opfer sich mit dem Opfer Christi zu verbinden und mitzuhelfen,

  • durch ihren Dienst als Gemeindereferentin und Religionslehrerin,
  • als Diözesansprecherin der Charismatischen Erneuerung im Bistum Regensburg (von 1980 bis 1996),
  • als Mitbegründerin und Mitarbeiterin im Evangelisationswerk für das Bistum Regensburg,
  • und vor allem als “Eremitin der Anbetung” im Werk WACHET UND BETET, das sie gegründet hatte,

zu einer gesunden Erneuerung der Kirche beizutragen.

Ihr Vermächtnis

Das Werk WACHET UND BETET geht auf eine schrittweise empfangene Eingebung der o.g. Religionslehrerin und späteren Gemeindereferentin zurück.

Pfr. Gustav Krämer erzählt von dem langen Weg der Gründung des Werkes.

Ein paar wichtige Stationen

1979 Erstes Konzept von Barbara Busowietz
1980 Vorstellung bei und Prüfung durch Bischof Rudolf Graber
1984 Wechsel von Barbara und Gustav in die Pfarrei Pfatter
1993 Kirchliche Anerkennung des Werkes auf Probe

Nummer für Bestellungen im CD-Dienst: 166
Einzelvortrag

Vorstellung

Auf den folgenden Seiten wird das Werk WACHET UND BETET vorgestellt, das aus dem

besteht.

Die ursprüngliche, von der Gründerin vorgesehene Bezeichnung für die Mitglieder des inneren Kreises lautet, wie aus dem Lebensüberblick ersichtlich, “Eremiten/ Eremitinnen der Anbetung”. Dieser Begriff wurde im obigen Text in Anführungszeichen gesetzt und wird im Folgenden ersetzt durch “Mitglieder des Kreises 1”, da der Begriff des Eremiten kirchenrechtlich definiert und in diesem Kontext nicht verwendet werden soll. Bei Orginalzitaten jedoch, die in Anführungszeichen gesetzt werden, wird aus Respekt vor der Gründerin der Begriff weiter verwendet, ebenso das Wort “Klause”, den Ort, den die Gründerin als Wohn- und Gebetsstätte für die “Eremiten” konzipiert hatte.

Die Spiritualität des Werkes lässt sich so beschreiben:

Innerer Kreis, Kreis 1

Das Leben eines Mitgliedes in diesem Kreis ist der Eucharistischen Anbetung  gewidmet. “Es ist dies ein Gebetsdienst, stellvertretend für viele, verbunden mit einem Leben der Sühne in der Nachfolge des Herrn”.

Nach geistlicher Prüfung des Konzeptes, das Frau Busowietz 1979 empfangen hatte, durch den damaligen  Regensburger Bischof Rudolf Graber im September 1980 bat dieser, mit der Verwirklichung dieses Konzepts und der Errichtung von möglichst vielen “Klausen der Eremiten/Eremitinnen der Anbetung” im Bistum Regensburg zu beginnen, weil dies ein Segen für die Kirche und das Bistum werde. Er bat Pfarrer Krämer dann, Barbara Busowietz dabei zu unterstützen.

“Im Leben des Eremiten/der Eremitin der Anbetung geschieht auch ein  pastoraler Dienst. Anbetung und Dienst an den Menschen erschließen die Schätze des Herzens Jesu für die Welt. Die Dienste in einer Pfarrei sind gut für den Eremiten/ die Eremitin der Anbetung. Durch Teilzeitbeschäftigung in einem erlernten Beruf wird die eigene Existenz gesichert.

Die Eremiten/Eremitinnen der Anbetung sind in ihrer Lebensweise fest eingebunden in ihre Gemeinschaft, in die Gemeinschaft der Kirche, in die Gemeinschaft der Menschen, für die sie da sind. Die Gemeinschaft wirkt wie ein schützendes, absicherndes Netz: Sie gewährt Austausch, Auferbauung, Stärkung, Ermutigung, Prüfung, Korrektur.  Regelmäßige Treffen  sind daher notwendig, sowohl auf regionaler Ebene in der Nachbarschaft, als auch zweimal im Jahr, einmal mit allen Kreisen des Werkes Wachet und Betet (z. Zt. meist um den 10.März in Pfatter) und einmal mit allen Eremiten/Eremitinnen und Bewerber/Bewerberinnen unter sich (im Haus Werdenfels meist Ende August/Anfang September). Auch die monatlichen Berichte über das eremitische Leben sind eine Hilfe sich in die Gemeinschaft einzubinden.

Als Klause für einen Eremiten/eine Eremitin der Anbetung genügt eine einfache kleine Mietwohnung, es kann aber auch ein Haus sein, das man schon vorher hatte, oder ein leeres Pfarrhaus, oder eine Klause neben einer Pfarrkirche. Aber nicht eine Einsiedler-Klause in der Wildnis. Nach dem Vorbild der seligen Juliana von Norwich soll die Klause mitten im Ort sein – sie hatte ihre Klause an die Pfarrkirche angebaut.

Die Zeit der Vorbereitung. Nach einer Zeit der Prüfung von etwa einem Jahr kann jemand zur Zeit der Vorbereitung (=Noviziat) zugelassen werden. Diese Zeit dauert mindestens drei Jahre. Danach wird man zu den Erstversprechen zugelassen, die dann in die Hand des Bischofs (evtl. eines vom Bischof für jeden Einzelfall delegierten Priesters) abgelegt werden. Diese Versprechen werden jeweils für ein Jahr abgelegt und dann Jahr für Jahr erneuert.”

Die Konstitutionen des Werkes Wachet und Betet wurden, nach einigen Jahren gelebter Erfahrung nach diesen Idealen, zum ersten Mal am 8.2.1993, vom Bischof von Regensburg auf Probe (ad experimentum) für fünf Jahre bestätigt. Den Konstitutionen wurden in der überarbeiteten Fassung vom 28.8.1996 vom Rat des Werkes einige praktische Änderungen eingefügt. Die neue Fassung wurde dann erneut vom Bischof von Regensburg mit Schreiben vom 4.12.1997 wieder für fünf Jahre und vom Bischof Gerhard Ludwig Müller mit Schreiben vom 18.12.2002 für weitere 5 Jahre bestätigt.

Auf lange Sicht wird nach dem Willen der Gründerin die kirchliche Anerkennung mit Kräften erstrebt, auch wenn der Begriff des Eremiten/der Eremitin nicht beibehalten werden kann.

Kreis der Gemeinschaften

Dieser zweite Kreis vereinigt Weg- und Lebensgemeinschaften, die nach den Kernpunkten des Konzeptes leben möchten. Dazu können auch Priester, Diakone und Ehepaare gehören.

Die z.Z. bestehende Gruppierung heißt  Jünger-Jesu-Gemeinschaft. Die Mitglieder treffen sich alle zwei Wochen in zwei Unterkreisen an unterschiedlichen Orten in der Umgebung von Regensburg.