Wisst Ihr nicht, ihr seid der Tempel Gottes und Erben Seines Reiches!

TempelVon Gott geliebter Mensch
(Gedanken eines Gebetskreisleiters)

Sind wir nicht alle von Gott geliebte Menschen? Sind wir nicht an seinem Erbe beteiligt? Warum sind wir dann oft mit unserem Aussehen, mit uns selbst unzufrieden?

Wir werden in der Ewigkeit bei Gott unseren Leib wieder bekommen!

„Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat, jedem Samen eine andere.“

1 Kor 15,38

Eine Volksweisheit besagt: „Wahre Schönheit kommt von innen.“

Unsere wahre Schönheit ist jetzt noch in unserer Seele verborgen. In einem Lied singen wir: „Weißt Du nicht, weißt Du nicht, Du bist der Tempel des Heiligen Geistes“. Es ist wichtig, unseren wahren Kern wieder zu finden, die Ursache innerer Verletzungen, des Mangels an Gutem aufzudecken. Wenn ich mich nicht lieben kann, fällt es mir schwer, Mitmenschen anzunehmen.

Unsere Gesellschaft ist geprägt von Egoismus, Stress, Hektik und Lieblosigkeiten; es bleibt keine Zeit, keine Kraft, keine Freude, uns gegenseitig Liebe zu zusprechen. Freundliche Worte können aufgrund seelischer Verletzungen nicht mehr angenommen werden. Aber der Herr schaut auf uns. Für IHN sind wir ganz kostbare Menschen. Durch die Ursünde und unsere Sünden  ist unsere gottgegebene Schönheit verborgen. Durch ein Leben mit Jesus Christus soll der Schutt, der auf unserer Seele lastet, nach und nach entfernt werden. Doch wir schaffen das nicht alleine.  Wir brauchen Menschen die sich unserer Seele annehmen, wir brauchen Seelsorger und Priester. Der Weg dazu kann auch in einem Gebetskreis vorbereitet werden, durch einen Gebetskreisleiter, der die Vorarbeit macht.

Im Gebetskreis versuchen wir aufzudecken; die Liebe Gottes in uns neu zu beleben. Wir bitten Jesus, dass er uns heilt. Wir beten mit- und füreinander. Ein körperlich kranker Mensch braucht Hilfe und Pflege. Auch ein seelisch kranker Mensch, der aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr an Gott glauben kann, braucht Pflege und Beistand, er braucht Hilfe auf seinem Weg, um die Liebe Gottes in sich neu aufnehmen zu können und alles, was sich ihr entgegenstellt, zu entfernen.

Innere Heilung ist in erster Linie nichts Psychologisches, sondern etwas Geistiges. Ein freundliches Wort, ein ehrliches Lächeln, Gebet füreinander wirkt in unserer Seele, in unserem Geist und verändert uns, nach und nach. Die Liebe Jesu erfahrbar machen, ist ein Ziel. Dafür bedarf es Zeit, Geduld mit uns selbst und regelmäßigen Gebetskreisbesuch. Auch die Hl. Schrift ist eine wichtige Quelle  innerer Heilung. Durch die Bibel vertiefen wir unseren Glauben, die Psalmen lehren uns richtiges Beten. Wir erfahren, wie Gott uns liebt; mit unseren Sorgen und Nöten dürfen wir immer zu ihm kommen. Wir lernen auch, wie wir mit Sünden, Krankheit und Lebenskrisen umgehen sollen. Weitere zentrale Quellen innerer Heilung sind die Hl. Messe, die Anbetung und die Beichte. Dort begegnen wir Christus und so findet Sündenvergebung und innere Reinigung statt.

Wir sind jeden Tag irgendwelchen negativen  Einflüssen ausgesetzt. In der Anbetung setzte ich mich Jesus aus und lasse mich innerlich heilen. Man kann es mit den ersten Frühlingsstrahlen nach einem harten Winter vergleichen. Jesus sendet uns geistige Frühlingsstrahlen und bricht nach und nach das Eis in unserer Seele. Was müssen wir dabei tun? Nichts! Einfach nur da sein und Jesus erzählen, wo es mir mangelt, wer oder was mich am Guten hindert. Jesus ist es, der heilt, der Gebetskreisleiter stellt sich zur Verfügung und bereitet die Schritte vor, der Hl. Geist öffnet Türen und Fenster für ein tieferes geistliches Leben.

Wann fängt innere Heilung an? Wenn ich mich vom Herrn führen lasse ohne mich dagegen zu wehren. Der Mensch soll nicht aus Zwang oder Angst glauben, sondern aus Freude und Sehnsucht nach dem Himmlischen Vater. Jubeln und freuen wir uns! Streben wir nach Heiligkeit, ergreifen wir die ausgestreckte Hand Jesu! Im Gleichnis vom Barmherzigen Vater steht geschrieben:

“ Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“

Lk 15,20

Kommen wir immer wieder mit reumütigem Herzen zu ihm. Auch wenn wir immer wieder dieselben Fehler machen, wir brauchen nicht zu resignieren.

Heilig werden ist eine Lebensaufgabe, heilig zu sein ist unsere Zukunft.

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