Archiv der Kategorie: Lehrbriefe

Unterscheidung der Geister: Vortrag und Kriterien

Wir greifen die Gebetsmeinung (Unterscheidung der Geister) des Hl. Vaters für März 2018 auf und möchten allen Christen ganz praktische Hilfen an die Hand geben, damit sie dieses Anliegen in ihrem Leben umsetzen können.

Gebetsmeinung:
Wir beten zu Gott, unserem Vater,  dass die Kirche erkennt wie dringend die Ausbildung zu Geistlicher Unterscheidung ist und diese sowohl auf persönlicher als auch auf der Ebene der Gemeinden fördert.

Von unserm Gründer, Pfr. Gustav Krämer, gibt es einen Vortrag zu diesem Thema, indem er die Grundregeln zur Unterscheidung von Ignatius von Loyola erläutert.

Er hat auch einen Lehrbrief verfasst, den wir hier veröffentlichen: Unterscheidung der Geister: Vortrag und Kriterien weiterlesen

Wisst Ihr nicht, ihr seid der Tempel Gottes und Erben Seines Reiches!

TempelVon Gott geliebter Mensch
(Gedanken eines Gebetskreisleiters)

Sind wir nicht alle von Gott geliebte Menschen? Sind wir nicht an seinem Erbe beteiligt? Warum sind wir dann oft mit unserem Aussehen, mit uns selbst unzufrieden?

Wir werden in der Ewigkeit bei Gott unseren Leib wieder bekommen!

„Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat, jedem Samen eine andere.“

1 Kor 15,38

Eine Volksweisheit besagt: „Wahre Schönheit kommt von innen.“

Unsere wahre Schönheit ist jetzt noch in unserer Seele Wisst Ihr nicht, ihr seid der Tempel Gottes und Erben Seines Reiches! weiterlesen

Innerliches Gebet – das aktive Gebet

1. Wesen

Das Wesen des innerlichen Gebetes besteht nach Teresa von Avila (Buch: Wege der Vollkommenheit) nicht im Schließen des Mundes (allein). Wenn ich mit ganzem Gemüt aufmerke und bedenke, daß ich mit Gott rede, also bedenke, wer der ist, mit dem ich rede, und wer ich bin, die ich mit einem so großen Herrn zu sprechen wage, wenn ich bedenke, welche Ehrfurcht Ihm gebührt, beginnt bereits mit dem mündlichen das innerliche Gebet. Deshalb weiß Teresa nicht, wie man mündlich beten könne, ohne zugleich auch innerlich zu beten. Es kann sogar sehr leicht geschehen, daß der Herr, während wir das Vaterunser oder ein anderes Gebet sprechen, die Seele zu vollkommener Beschauung erhebt. Auf diese Weise zeigt Er, daß Er den hört, der mit Ihm spricht, und sich würdigt, Ihm zu antworten. Er nimmt ihm gleichsam schon das Wort vom Munde und unterweist ihn auf göttliche Art.

2. Notwendigkeit des innerlichen Gebetes

Lassen wir dazu Teresa von Avila selbst sprechen (Buch: Das Leben, 8. Hauptstück): Innerliches Gebet – das aktive Gebet weiterlesen

GEBET – Wie lerne ich beten?

Der 1. Lehrbrief aus der Kleinschrift „Von den Mystikern lernen„.

Lies:

14 und mein Volk, über das mein Name ausgerufen ist, sich demütigt und betet, mich sucht und von seinen schlechten Wegen umkehrt, dann höre ich es im Himmel. Ich verzeihe seine Sünde und bringe seinem Land Heilung.

Gebet ist der Schlüssel zum Reichtum Gottes

„Gott sieht, kein rechter Mensch ist da, und staunt darüber, dass kein Mensch vermittelt.“ Wir lesen das in Jesaja 59,16, angesichts der Sünden und Übel in der Welt. Warum sind Christen oft so schwach, freudlos, lau und unterlegen? – Weil sie so wenig beten! Jesus ist heute so machtvoll wie je: was verkehrt ist, ist, dass wir zu wenig an die Wirkung des Gebetes glauben, dass wir Gott nicht beim Wort nehmen und dann auch aus Seinem Heiligen Geist heraus leben.

„Jesus antwortete ihnen: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, dann werdet ihr nicht nur das vollbringen, was ich mit dem Feigenbaum getan habe; selbst wenn ihr zu diesem Berg sagt: Heb‘ dich empor, und stürze dich ins Meer!, dann wird es geschehen. Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt“ (Mt 21, 21-22).

„Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind“ (Joh 3, 21).

Gott gibt uns fast unglaubliche Versprechen:

„Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun“ (Joh. 14, 13-14).

GEBET – Wie lerne ich beten? weiterlesen

Übersicht Lehrbriefe

Glaubensimpulse

 

Auf dieser Seite werden regelmäßig neue Lehrbriefe veröffentlicht.

Befreiung aus der Macht des Bösen

Weiterführende Literatur

Kardinal Leon Suenens
Erneuerung und die Mächte der Finsternis
Otto Müller-Verlag, Salzburg
Gute, verständliche Theologie

Michael Scanlan
„… erlöse uns von dem Bösen“
Styria-Verlag
Rektor eines kath. Priesterseminars über Erfahrungen beim Befreiungsdienst

Hans Theodor Brik
Gibt es noch Engel oder Teufel?
Pattloch Verlag, Aschaffenburg
Klare, brauchbare Hilfen zur Diagnose und für den Befreiungsdienst

Lester Sumrall
Dämonen – Das Buch der Antworten
Wort des Glaubens, Hamburg 1988

Gabriele Trinkle
Endlich frei
Projektion J-Verlag, Hochheim
Bericht wie eine Frau als Kind Satan geweit und befreit wurde

Doreen Irvine
Die Königin der Schwarzen Hexen
Verlag Schulte & Gerth, Asslar

Van Dam
Okkultismus und christlicher Glaube
Verlag Johannes Fix, Schorndorf
Gute Hinweise und Beispiele, bei Grenzfragen zu einseitig in der Beurteilung

Eberhard Mühlan
Zwischen 12 und 17 – Tipps für Teens
Verlag Schulte+Gerth, Asslar
Besonders die Seiten 27 bis 42

Ulrich Bäumer
Rock-Musik, revolution des 20. Jahrhundert
CLV Bielefeld, 1988

M. Basilea Schlink
Rockmusik Woher-Wohin?
Christl. Verlagshaus Stuttgart

M. Basilea Schlink
Christen und die Yogafrage
Christl. Verlagshaus Stuttgart

John Wimber
Volmacht im Reich Gottes
Projektion-J Verlag

Pfr. Gustav Krämer

Okkultismus und Grenzfragen

okkultismus„Okkultismus“ ist ein Sammelbegriff für alle Formen geistiger oder übernatürlicher Beziehungen, die durch Satan oder seine Dämonen ermöglicht werden oder bei denen sie einen entscheidenden Einfluss haben. In heidnischen Ländern, und durch das Nachlassen der persönlichen Glaubens­beziehung auch wieder mehr in sogenannten christlichen Ländern, sind diese verschiedene Formen von Okkultismus weit verbreitet: Astrologie, Handlesen, Kartenlegen. Noch deutlicher ist der Einfluss des Dämonischen bei spiritistischen Sitzungen, bei weißer und schwarzer Magie und am schlimmsten im Kult der Satansanbetung. Okkultismus und Grenzfragen weiterlesen

Wachstum im geistlichen Leben

WachsenWenn Menschen erfüllt werden mit dem Heiligen Geist, bekommen sie einen neuen Blick dafür, wie gut Gott ist, wie freundlich und wie liebevoll. Es dauert allerdings oft nicht allzu lange, da wird diese neue Freude an der Liebe Gottes wieder langsam gedämpft, und Zweifel an der Liebe und Güte Gottes wollen sich breit machen. Oder man glaubt zwar weiter an Gottes Erhabenheit und gütige Natur, aber zweifelt daran, ob Er wirklich in dieser Gemeinde, in diesem Gebetskreis, durch diese Führung, in dieser Situation wirkt oder wirken kann. Oder man ist über sich selbst frustriert und enttäuscht.

Im geistlichen Leben aber gilt der Grundsatz: was nicht wächst und reift, das verkümmert. Wachstum im geistlichen Leben weiterlesen

Das Prinzip des Kreuzes

KreuzDie Bedingung,
um Jünger Jesu zu sein,
d. h. IHM nachzufolgen,
ist klar und eindeutig:

Zu allen sagte Er:

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“
Lk 9,23

1. Jesus starb für mich am Kreuz

Am Kreuz starb Jesus – stellvertretend für mich. Auf sich nahm Er Strafe und Verurteilung für die Sünden, die ich/wir getan haben.

Adam und Christus sind Stellvertreter für die ganze Menschheit:

22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden
Der erste Adam war Vater des natürlichen Menschen – der alten Schöpfung. Von ihm erbten wir das Getrennt–Sein von Gott, den geistlichen Tod, eine zur Sünde neigende Natur. All das nennen wir zusammen „Erbsünde“.

Der letzte Adam, Jesus, ist der Vater des geistlichen Menschen – der neuen Schöpfung

17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.
Durch Ihn erlangen wir neues Leben, eine neue Natur, eine neue Freundschaftsbeziehung mit Gott. Vgl.:
45 So steht es auch in der Schrift: Adam, der Erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der Letzte Adam wurde lebendig machender Geist.
und
17 Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus. … 19 Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
Jesus hat dies für uns möglich gemacht und bewirkt, als Er stellvertretend für uns starb.

Analog dazu vergleichen wir die erste Eva Das Prinzip des Kreuzes weiterlesen

Lebensübergabe im Alltag gelebt

AlltäglichWas bedeutet Lebensübergabe im Alltag?

Grundlage der Erneuerung im Hl. Geist ist die Lebensübergabe an Christus verbunden mit der Bitte um den Heiligen Geist, mit der Bereitschaft, Ihm zur Verfügung zu stehen und Sein Werkzeug zu sein.

Dazu gehört wesentlich auch die Bereitschaft, sich ausrüsten zu lassen mit der „Kraft aus der Höhe“, dem Heiligen Geist und Seinen Charismen, wie sie im Korintherbrief (

 8 Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, 9 dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen,
10 einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. 11 Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.
aufgezählt sind, zum Dienst für andere, „zum Aufbau des Leibes Christi“.
11 Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, 12 um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi.

Solange man sich dem Heiligen Geist verweigert und Ihn nicht wirken lässt, kann die ehrlich gemeinte Lebensübergabe in noch so vielen Bereichen des Alltags nicht wirksam werden, und Lebensübergabe im Alltag gelebt weiterlesen

Gottes- und Nächstenliebe

Einleitung

Nach unserer Bekehrung oder Hinwendung zu Jesus als unseren Herrn und Erlöser müssen wir in unserem Verständnis wachsen, was alles zur Gottes- und Nächstenliebe dazugehört. Wir müssen immer mehr Bereiche und Tiefenschichten unseres Herzens, unserer Empfindungen, unserer Reaktionen, unseres Denkens und Fühlens, unseres Wollens und Tuns von Seinem Geist, Seinem Wollen und Empfinden, Denken und Tun durchdringen lassen.

Die Früchte des Geistes werden dann allmählich in uns immer mehr heranwachsen und reifen und zuletzt schöne, wohlschmeckende Früchte sein. Die Firmerneuerung oder ein echtes Pfingsterlebnis können dazu zwar ein mächtiger Schub sein, aber wir können wieder abrutschen oder absacken, wenn wir nicht weiterwachsen und weitergehen. Gottes- und Nächstenliebe weiterlesen

Ausdauer und Treue im Gebet

AusdauerÜber den Umgang mit Gott in schwierigen Zeiten, in Zeiten der Trockenheit. Über die Treue zum Gebet, auch wenn es einem nicht danach zumute ist.

Manch einer erlebt nach einer Bekehrung eine echte Freude an Gott und Seinem Wort, Gebet wird ein Bedürfnis, man spürt Gottes Nähe und Trost …

Danach kommt aber sicher eine Zeit, in der wieder Probleme, Versuchungen, Ablenkungen so überhand nehmen, dass man meint, Gott habe sich zurückgezogen. Das Gebet gibt einem nichts mehr und macht keine Freude mehr.

Die Enttäuschung über Gott, der einen angeblich jetzt auch noch im Stich lässt, ist da groß. Viele die angefangen haben den Weg mit Gott zu gehen, geben nun auf, hören auf zu beten, suchen anderswo Trost. Dabei ist Gott traurig darüber, dass so viele nur solange bei Ihm bleiben, solange sie Seinen Trost und Seine Hilfe erfahren und erleben, und danach in Zeiten der Trockenheit aufgeben.

Es ist eigentlich traurig, wenn wir Menschen unsere Gottesbeziehung abhängig machen von unseren augenblicklichen Launen und Stimmungen, anstatt im Glauben zu wissen: Gott ist es wert, dass ich IHN anbete und IHM den ersten Platz gebe, dass ich mir Zeit nehme für IHN, ganz gleich, wie ich mich gerade fühle. Er jedenfalls hört mich und liebt mich, auch wenn ich nichts spüre und meine, mein Gebet ginge an eine glatte Wand. Ausdauer und Treue im Gebet weiterlesen

Was ist eigentlich die Kirche?

Ihre Ämter und Dienste

Die Kirche
Die Kirche

Im Apostolischen Glaubensbekenntnis beten wir: „… Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen …“ Durch die Geistsendung auf die im Gebet vereinten Jünger Jesu wird Kirche und daraus Gemeinschaft der Heiligen.

Im großen Glaubensbekenntnis bekennen wir in der Glaubensaussage über die Kirche noch einige Wesensmerkmale: „Wir glauben . . . und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche …“

  • Christus hat uns eine Kirche gestiftet und gewollt, die Trennung in viele Kirchen und Denominationen ist nicht sein Wille.
  • Die Kirche besteht aus unvollkommenen, schwachen, sündhaften Menschen, die aber durch Gottes Gnade zur Heiligkeit berufen sind und durch die Kirche die Hilfen zum heilig werden schöpfen können. Die vielen Heiligen sind ein leuchtendes Beispiel dafür.
  • Die Kirche ist katholisch, d. h. Universal, für alle Völker, Kulturen und Zeiten („katholisch“ griechisch: „kat-holi-ke`“, aus kat – holen – ten – gen = über die ganze Erde).
  • Die Kirche ist katholisch, d. h. Sie ist verwurzelt in der Lehre der Apostel Jesu und hält fest an der ununterbrochenen Verbindung in Glaube und sakramentaler Weitergabe und Apostolischer Sukzessio (Handauflegung bei Bischofs- und Priesterweihe) bis zurück zur Zeit der Apostel.
  • Kirche“ – schottisch „Kirk“,  griechisch „Kyriake“ = dem Herrn gehörig, lateinisch: „Ecclesia“ = griechisch „Ek-klesia“ = Versammlung, Gemeinde der „Herausgerufenen“. Wir meinen mit diesem Wort das „Volk Gottes“ (II. Vat. Konzil) als die universale (=katholische) Weltkirche, als auch die örtliche Gemeinde und Ortskirche, in der der Leib Christi an einem Ort Gestalt nimmt. Was ist eigentlich die Kirche? weiterlesen

Heiligkeit und Prioritäten

Prioritäten

I. Heiligkeit = Für Gott leben, die Herzen konsequent auf IHN ausrichten!

Begründung

  • 22 Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben 23 und erneuert euren Geist und Sinn! 24 Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
    und
    7 Denn Gott hat uns nicht dazu berufen, unrein zu leben, sondern heilig zu sein.
  • Jesus selbst sagt schlicht: Seit heilig, denn euer Vater im Himmel ist heilig!“ (Mt 5,48)
  • Auch in Seinem Grundsatzprogramm, der Bergpredigt, die wir als Norm der Heiligkeit, d. h. als Grundlage und Ziel des normalen Lebens der Christen ansehen müssen kommt dieser Aufruf vor.
  • Das Zweite Vatikanische Konzil spricht vom „universalen Ruf zur Heiligkeit“.

Desweiteren

  • Jeder sucht etwas, wofür es sich lohnt zu leben, einen Wert außerhalb von sich selbst.
  • Tief drin in uns, wollen wir für Gott leben.
  • Gott ist das Höchste, wofür einer leben kann (Allein Gott genügt, Theresa v. Avila.)
  • Die Märtyrer, die Heiligen als Beispiel: Sie wollten ganz für Gott sein.

Kennzeichen, wie weit wir auf Gott ausgerichtet sind ist die Frage: Wohin geht bei mir nach Erfüllung meiner Standespflichten und meiner Aufgaben für Familie und Beruf, das worüber ich frei verfügen kann:

Meine Freizeit?
Mein übriges Geld?
Meine Gedanken, Wünsche und  Sehnsüchte?
Hat da Gott und Sein Reich die erste Priorität? Heiligkeit und Prioritäten weiterlesen

Überwindung der Ich-Sucht

ÜberwindungDas wahre Glück liegt nicht in einer grenzenlosen Selbstverwirklichung. Wir finden es nicht, wenn wir nur immer nachdem gehen, was unser Ich im Moment gerade verlangt; Sucht = krankhaftes Verlangen. Wie können wir in unserem Leben unsere Selbstsucht überwinden? Oft möchten wir das Gute und können es doch nicht!

I. Das Gesetz, das Fleisch und der Geist


Kapitel 6
Die Gemeinschaft der Getauften mit Christus

1 Heißt das nun, dass wir an der Sünde fest halten sollen, damit die Gnade mächtiger werde?
2 Keineswegs! Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
3 wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
4 Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.
5 Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.
6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben.
7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
8 Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
9 Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
10 Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.
11 So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
12 Daher soll die Sünde euren sterblichen Leib nicht mehr beherrschen, und seinen Begierden sollt ihr nicht gehorchen.
13 Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes.
14 Die Sünde soll nicht über euch herrschen; denn ihr steht nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade.

Die Freiheit der Christen von der Sünde
15 Heißt das nun, dass wir sündigen dürfen, weil wir nicht unter dem Gesetz stehen, sondern unter der Gnade? Keineswegs!
16 Ihr wisst doch: Wenn ihr euch als Sklaven zum Gehorsam verpflichtet, dann seid ihr Sklaven dessen, dem ihr gehorchen müsst; ihr seid entweder Sklaven der Sünde, die zum Tod führt, oder des Gehorsams, der zur Gerechtigkeit führt.
17 Gott aber sei Dank; denn ihr wart Sklaven der Sünde, seid jedoch von Herzen der Lehre gehorsam geworden, an die ihr übergeben wurdet.
18 Ihr wurdet aus der Macht der Sünde befreit und seid zu Sklaven der Gerechtigkeit geworden.
19 Wegen eurer Schwachheit rede ich nach Menschenweise: Wie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt, so dass ihr gesetzlos wurdet, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit, so dass ihr heilig werdet.
20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr der Gerechtigkeit gegenüber frei.
21 Welchen Gewinn hattet ihr damals? Es waren Dinge, deren ihr euch jetzt schämt; denn sie bringen den Tod.
22 Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.
23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

Kapitel 7
Die Freiheit der Christen vom Gesetz

1 wisst ihr denn nicht, Brüder – ich rede doch zu Leuten, die das Gesetz kennen -, dass das Gesetz für einen Menschen nur Geltung hat, solange er lebt?
2 So ist die Ehefrau durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er am Leben ist; wenn ihr Mann aber stirbt, ist sie frei von dem Gesetz, das die Frau an den Mann bindet.
3 Wenn sie darum zu Lebzeiten des Mannes einem anderen gehört, wird sie Ehebrecherin genannt; ist aber der Mann gestorben, dann ist sie frei vom Gesetz und wird nicht zur Ehebrecherin, wenn sie einem anderen gehört.
4 Ebenso seid auch ihr, meine Brüder, durch das Sterben Christi tot für das Gesetz, so dass ihr einem anderen gehört, dem, der von den Toten auferweckt wurde; ihm gehören wir, damit wir Gott Frucht bringen.
5 Denn als wir noch dem Fleisch verfallen waren, wirkten sich die Leidenschaften der Sünden, die das Gesetz hervorrief, so in unseren Gliedern aus, dass wir dem Tod Frucht brachten.
6 Jetzt aber sind wir frei geworden von dem Gesetz, an das wir gebunden waren, wir sind tot für das Gesetz und dienen in der neuen Wirklichkeit des Geistes, nicht mehr in der alten des Buchstabens.

Die Mächte des Unheils: Gesetz, Sünde und Tod
7 Heißt das nun, dass das Gesetz Sünde ist? Keineswegs! Jedoch habe ich die Sünde nur durch das Gesetz erkannt. Ich hätte ja von der Begierde nichts gewusst, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: Du sollst nicht begehren.
8 Die Sünde erhielt durch das Gebot den Anstoß und bewirkte in mir alle Begierde, denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.
9 Ich lebte einst ohne das Gesetz; aber als das Gebot kam, wurde die Sünde lebendig,
10 ich dagegen starb und musste erfahren, dass dieses Gebot, das zum Leben führen sollte, den Tod bringt.
11 Denn nachdem die Sünde durch das Gebot den Anstoß erhalten hatte, täuschte und tötete sie mich durch das Gebot.
12 Das Gesetz ist heilig und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.
13 Ist dann etwa das Gute mein Tod geworden? Keineswegs! Sondern die Sünde verursachte, damit sie als Sünde offenbar werde, durch das Gute meinen Tod; denn durch das Gebot sollte die Sünde sich in ihrem ganzen Ausmaß als Sünde erweisen.
14 Wir wissen, dass das Gesetz selbst vom Geist bestimmt ist; ich aber bin Fleisch, das heißt: verkauft an die Sünde.
15 Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse.
16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist.
17 Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
18 Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen.
19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.
20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
21 Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will.
22 Denn in meinem Innern freue ich mich am Gesetz Gottes,
23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde, von dem meine Glieder beherrscht werden.
24 Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?
25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Es ergibt sich also, dass ich mit meiner Vernunft dem Gesetz Gottes diene, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.

Kapitel 8
Das Leben der Christen im Geist

1 Jetzt gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind.
2 Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.
3 Weil das Gesetz, ohnmächtig durch das Fleisch, nichts vermochte, sandte Gott seinen Sohn in der Gestalt des Fleisches, das unter der Macht der Sünde steht, zur Sühne für die Sünde, um an seinem Fleisch die Sünde zu verurteilen;
4 dies tat er, damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben.
5 Denn alle, die vom Fleisch bestimmt sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht, alle, die vom Geist bestimmt sind, nach dem, was dem Geist entspricht.
6 Das Trachten des Fleisches führt zum Tod, das Trachten des Geistes aber zu Leben und Frieden.
7 Denn das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott; es unterwirft sich nicht dem Gesetz Gottes und kann es auch nicht.
8 Wer vom Fleisch bestimmt ist, kann Gott nicht gefallen.
9 Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm.
10 Wenn Christus in euch ist, dann ist zwar der Leib tot aufgrund der Sünde, der Geist aber ist Leben aufgrund der Gerechtigkeit.
11 Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.
12 Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten.
13 Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die (sündigen) Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.
14 Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.
15 Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
16 So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
17 Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Die Hoffnung auf die Erlösung der Welt
18 Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.
19 Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
20 Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:
21 Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
22 Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
23 Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.
24 Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht?
25 Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld.
26 So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.
27 Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.
28 Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind;
29 denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei.
30 Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

Die Gewissheit der Glaubenden
31 Was ergibt sich nun, wenn wir das alles bedenken? Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?
32 Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
33 Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht.
34 Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.
35 Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?
36 In der Schrift steht: Um deinetwillen sind wir den ganzen Tag dem Tod ausgesetzt; wir werden behandelt wie Schafe, die man zum Schlachten bestimmt hat.
37 Doch all das überwinden wir durch den, der uns geliebt hat.
38 Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten
39 der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

A. Die alte, etwas legalistische Methode war:

Wir hören die Gebote Gottes, versuchen sie zu verstehen, entschließen uns und strengen uns an, sie mit aller Willenskraft zu halten. Dabei erfahren wir, dass wir doch zu schwach sind und wieder versagen. Diese Methode allein funktioniert also nicht.

B. Wir entdecken andere Einflüsse, die stärker sind:

Die Welt, d. h. Tendenzen, Meinungen, das Beispiel, der Druck unserer Umwelt in dem Land in dem wir leben: Fernsehen, Zeitschriften, Politik, Freundeskreise, Arbeitsplatz – all das zieht uns in seinen Sog. Von diesem Einfluss frei zu werden ist nur möglich, wenn wir … Überwindung der Ich-Sucht weiterlesen

Bereit für die Aufgaben der Zeit

Unsere heutige Situation

Ein neuer Tag bricht anDie Situation heute, im „Nach-Christlichen Zeitalter“ Europas, deutet auf eine Wende hin. Der Zusammenbruch der geistigen und moralischen Werte der Vergangenheit geht über zur Suche nach einem neuen Sinn, einem neuen Halt. In dieses Suchen hinein muss die Frohbotschaft der Erlösung wieder neu verkündet und christliche Gemeinschaft neu aufgebaut werden, in der die Nachfolge Jesu in Liebe und Brüderlichkeit gelebt und erfahren wird.

Der Missionsauftrag Jesu gilt jetzt besonders auch uns, um die Welt von heute zu erreichen:

Geht hinaus in alle Welt, verkündet die frohe Botschaft allen Völkern … macht alle Geschöpfe zu meinen Jüngern …
Mt 28,18-20.

Wir erleben heute ein neues Pfingsten, ein neues Ausgießen des Heiligen Geistes, ein Wiederaufleben der charismatischen Geistesgaben (z.B. 1 Kor 12,8-11) mit dem Zweck, die Christen für ihre Missionsaufgabe zu rüsten. Dadurch entfalten sich auch in größerer Vielfalt die Ämter und Dienste in den Gemeinden, die in 1 Kor 12, 28-31 aufgezählt werden.

Entfaltung und Anerkennung der Dienste und Ämter

a) „Gott beschloss, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21).“
Die Welt von heute muss geschüttelt werden durch die zündende Predigt des unverfälschten und unverdünnten Evangeliums. Das reine Evangelium als echte Frohbotschaft, besteht nicht nur in Worten, sondern in lebendigen Beweisen von Gemeinschaften der Liebe, die das Evangelium leben. Die christliche Frohbotschaft muss wesentlich in den menschlichen Beziehungen aufgezeigt und gelebt werden (vgl. Joh 17, 21-23, 15,12 und 17; 13,34-35: „Daran soll die Welt erkennen …“.)

b) „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe Euch erwählt, dass ihr hingeht und Frucht bringt …“ (Joh 15,16). Dieses Wort Jesu gilt für alle Seine Jünger – und alle Menschen sollen Jünger Jesu werden. Aber aus der Schar Seiner Jünger berief Jesus 12, die er „Apostel“ nannte (Lk 6,13). Dies nach einer im Gebet durchwachten Nacht (Lk 6,12).
Die Bischöfe in Gemeinschaft mit dem Papst sind die legitimen  Nachfolger jener Gruppe von 12 Aposteln. So ist das Amt der Apostel nie ausgestorben, sondern ununterbrochen weitergeführt worden und die Kirche lebt, trotz mancher Schrammen im Lauf der Jahrhunderte, „und die Pforten der Hölle werden sie nie überwältigen“ (Mt 16,18).

c) Aber das Wort „Apostel“ bekam seit der Urkirche noch eine zweite Bedeutung, die der Hl. Paulus unter den Charismen aufzählt (1 Kor 12,28) und durch die Gott Seine Kirche führt und stärkt. Wir sollten die beiden Bedeutungen nicht einfach verwechseln. Wir meinen im Sinne des Hl. Paulus die Gabe das Wort Gottes so zu verkünden, dass es Herzen bewegt, die Hörer sich der Gnade Gottes öffnen und sich so ihr Leben umwandelt und Seelen bekehrt werden. Es ist dringend notwendig, dass wir besonders für dieses Charisma beten, dass es wieder auflebt in allen Formen der Seelsorge, im Laienapostolates, in allen Gemeinden und in unseren Gebetsgruppen. Gott hat schon immer, zu allen Jahrhunderten Frauen und Männer in der Kirche erweckt, die diese Gabe haben. Aber wegen der drängenden Notwendigkeit unserer heutigen Zeit brauchen wir viel, viel mehr, wir brauchen Tausende und Millionen, nicht nur Einzelne sondern ganze Gruppen und Gemeinschaften von Heiligen, in denen das Charisma des Apostolats wirkt und ausstrahlt. Damit die Frohbotschaft der Welt von heute gebracht und Millionen von Menschen zu echten Jüngern Jesu gemacht werden. Ähnlich sollten auch alle anderen Charismen, die in 1 Kor 12,28 genannt werden, wieder aufleben und zum Einsatz kommen.

Wenn wir Ausschau halten nach den Zeichen der Endzeit, wie der Parabel vom Feigenbaum (Symbol für Israel) in Mt 24,32, wenn wir den Zusammenbruch von Moral und Glaubenstreue sehen (vgl. 2 Tim 3,1-5), spüren wir immer dringlicher, dass die Welt den Retter braucht, notwendiger als je zuvor in der Kirchengeschichte. Wir spüren die Notwendigkeit, die Frohbotschaft, dass Jesus der Herr und Erlöser ist, schnell und unverkürzt zu unseren Lebzeiten allen Menschen zu verkünden: In allen Ländern der Heiden und der Moslems und auch und besonders den lauen und abgefallenen Nachkommen früherer Christen mitten unter uns. Jeder gefirmte Christ trägt mit Verantwortung und muss sein Charisma entdecken und auch einsetzen!

Einmal predigte darüber jemand:

„Dem Teufel ist es gelungen, die Soldaten Christi zu überzeugen, es sei nicht ihre Aufgabe gegen ihn zu kämpfen, das sollten und dürften nur die Offiziere tun …“

Was wir heute brauchen, ist eine Massenbewegung des Heiligen Geistes (wie wir sie in Ansätzen in der Charismatischen Erneuerung sehen). Es ist wichtig, alle menschlichen Talente zu entwickeln, auszubilden und einzusetzen, und um die Gaben und Charismen des Geistes zu beten, „um alle Heiligen auszurüsten für die Erfüllung ihres Dienstes, um den Leib Christi aufzubauen“ (vgl. und lies: Eph 4,11-16). Diese Dienste und Gaben haben den Zweck, alle Heiligen, d.h. alles Christen auszurüsten, damit jeder Christ mitwirkt, den Leib Christi, d.h. die Gemeinschaft der Gläubigen auf Erden aufzubauen. Dies ist der einzige Weg, unsere Abgefallenen und Kirchenfremden zu evangelisieren. Es genügt nicht, nur Experten und Berufsprediger einzusetzen.

„Qualitäten der End-Zeit Apostel“ nach P. Lombardi

Diese Eigenschaften sind nicht Voraussetzungen, die schon vollendet da sein müssen, ehe man anfängt, aber sie müssen so angestrebt werden, dass sie im „Praktikum“ unseres Einsatzes für Christus sich entfalten und dann auch allmählich immer mehr sichtbar werden.

  1. Die Lehre Jesu und Seiner Kirche kennen: Darum die Bibel lesen, Worte Jesu auch auswendig lernen, sich mit der Lehre der Kirche, den Katechismus der Kath. Kirche (KKK) beschäftigen.
  2. Die Realität des Lebens und der Welt kennen: Die Umgebung in der wir sind, die Probleme der Menschen um uns, um sie dort abzuholen, wo sie stehen.
  3. Disziplin und Gehorsam: Die Berufung und die Standespflichten von Gott annehmen und treu erfüllen mit allem, was dazugehört, die Führung in Kirche und in der Gruppe, zu der Gott mich gerufen hat anerkennen und stützen und mitdenkend und mittragend meine Fähigkeiten und Gaben dort einsetzen.
  4. Teamfähigkeit: Andere Dienste und Fähigkeiten unterstützen, mit ihnen zusammenarbeiten auch in Gruppen und Zellen, Leben und Güter miteinander teilen, voneinander lernen, anderen Hinweise geben.
  5. Mitfühlen mit anderen: Mit ihren Freuden, ihrem Leid. Bereit den Beladenen und Kranken zu helfen, seelisch und körperlich zu heilen …
  6. Initiative zeigen: Unter der Führung des Heiligen Geistes muss manches schnell getan werden. Nicht lange auf Anweisungen, auf bürokratischem Weg warten. Schnelles Handeln auf eigene Verantwortung nach kurzem Aufblick im Gebet ist manchmal notwendig.
  7. Großherzig sein: Sich voll für Seinen Dienst einsetzen, die Pflichten treu erfüllen, das ist Gottes Wille. Dein Opfer nicht in Millimetern abmessen: Gott lässt sich an Großmut nicht übertreffen …
  8. Deine Persönlichkeit voll zur Entfaltung bringen: Mit Jesus als Deinen Mittelpunkt!

  1. Lebendiger Glaube: Der kühne Glaubenssprung, das absolute Vertrauen in Gottes Gnade, das jedes Ereignis und jede Situation unter Gottes Herrschaft stellt und aus dem Bewusstsein handelt, selbst Werkzeug Gottes zu sein: Alles von Gott erwarten, um Seine Herrschaft auszubreiten und sich von Ihm führen lassen und gleichzeitig sich selbst voll engagieren und einsetzen.
  2. Demut: Sich bewusst sein und spüren: Wir sind nur unnütze Knechte, Werkzeuge. Alle Talente und Geistesgaben sind nicht aus uns und für uns, sondern von Gott gegeben für Sein Reich.
  3. Hoffnung: Die göttliche Tugend der Hoffnung wächst, selbst wenn jede menschliche Hoffnung zusammenbricht. Enttäuschungen sind eine gute Gelegenheit zur Läuterung, Probleme werden zu Hilfsmitteln, unsere Schwächen aufzudecken, um noch mehr auf den Herrn zu hoffen und Ihm zu vertrauen.
  4. Liebe: Manche sehen diese Leben nur als eine Serie von Hindernissen und Stolpersteinen auf dem Weg zur Heiligkeit. Aber Liebe ist die Aufgabe und Atmosphäre des christlichen Lebens. „Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen …“ (Mt 5,16; vgl. auch Gal 5, 22-23; 1 Kor 13).
  5. Heiligkeit: Vollkommen wie der himmlische Vater (Mt 5,48)! Wie Liebe als Ziel des christlichen Lebens angestrebt werden muss, so sind auch die Gaben und Charismen des Heiligen Geistes (1 Kor 12,8-11) notwendig, um Gottes Werk für Sein Reich zu verrichten, nämlich den Leib Seines Sohnes Jesus auf dieser Erde aufzubauen (Eph 4, 11 f). Wir müssen darum bereit werden, füreinander unser Leben hinzulegen (1 Joh 3,16) und so jene christliche Gemeinschaft werden, die wir nach Gottes Willen sein sollten.

Nur Gemeinschaften von Heiligen werden in der Endzeit, in der Satan und sein Antichrist ihren Angriff durchführen, in der Lage sein, Widerstand zu leisten. In der Vergangenheit hatten schon einzelne Heilige einen großen Einfluss auf die Bekehrung und die Erneuerung der Kirche oder Teile der Kirche. Heute reicht das nicht mehr alleine aus, obwohl wir auch heute solche einzelne Heilige brauchen. Heute müssen sich Heilige zusammenschließen zu Gemeinschaften, um noch mehr Heilige heranzubilden, ganze Gruppen und Kommunitäten von Heiligen, die alle ihre Gaben und Talente entfalten und einsetzen, wo Menschen mit dem Charisma der Apostolats und er Evangelisation von den anderen voll anerkannt und mitgetragen und unterstützt werden.

Die geschilderten Eigenschaften sollen hilfreiche Wegweiser sein für den Anfang, Gott wird dann solche Menschen, die sich darum bemühen, weiterführen. Lassen wir uns ganz auf Gott ein, übergeben wir uns ganz Ihm, arbeiten wir mit Ihm mit, gemäß Seiner Führung und seien wir jetzt bereit, solche Menschen zu werden, jeder von uns!

  • Die Dringlichkeit, die heutige Kirche wach zu rütteln und alle potentielle Apostel in diesen Tagen zu mobilisieren!
  • Was erwartet Gott von uns, das wir es jetzt schon sind oder bald werden?
  • Wer unter uns hat Ansätze zum Charisma des Apostolats oder braucht heute das Gebet (Segnung mit Handauflegung) um es zu entwickeln?
  • Welche Schritte können wir tun, um eine Gemeinschaft von Heiligen zu werden?(Während der Woche obige Anregung und Bibelstellen durchlesen und weiter durchbeten und vor Gott damit anfangen!)

James Kennedy
Handbuch für Gemeindewachstum. Telos-Reihe. Verlag der Liebenzeller Mission.

Stephen Clark
Wenn nicht der Herr das Haus erbaut. Christliche Gemeinschaften, Kirchliche Erneuerung, Pastorale Lösungen. Verlag Styria.

Jesus, gib uns den Geist,
der wie Feuer ist, wie Sturm,
wie Worte, die alle verstehen.

Gib allen Deinen Geist,
der zusammenführt und
neu werden lasst.

Amen.

Als PDF herunterladen

Schritte zum Glauben

Der Gang Jesu auf dem Wasser (Mt 14,22-33)

22 Gleich darauf forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer voraus zu fahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. 23 Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. 24 Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. 25 In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. 26 Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. 27 Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! 28 Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. 29 Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. 30 Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! 31 Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? 32 Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. 33 Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.

Wir sind fasziniert vom biblischen Bericht, wie Petrus auf dem Wasser zum Herrn geht.

  • Solange Petrus auf den Herrn schaut und Seinem Wort vertraut, kann er auf dem Wasser zum Herrn hin gehen…
  • Sobald Petrus aber statt auf den Herrn, auf die Probleme, auf Wind und Wellen schaut, bekommt er Angst und geht unter …
  • Er ruft: „Herr, rette mich!“ und der Herr rettet ihn, aber mit der Bemerkung: „Du Kleingläubiger, warum hast Du gezweifelt?“

betenWas ist unser Glaube?

  • Wir glauben an Gott, an Jesus Christus.
  • Aber wie ist unser Glaube = unser Vertrauen?
  • Wie, wenn unser Glaube geprüft wird?

Unglaube ist ein altes Problem auch unter „Gläubigen“! Der Unglaube greift in drei Bereichen des Lebens an

  1. Er unterminiert unser Grundvertrauen auf Jesus als den Retter, als den, der unsere Sünden voll gesühnt hat, den Preis für unsere Sünden schon voll bezahlt hat.
  2. Er höhlt den Glauben aus, mit dem wir unseren wachsenden Sieg über die Macht der Sünde, auch im eigenen Leben, in Anspruch nehmen. Die Gefahr bei einem Rückfall: „Ich schaffe es ja doch nicht, ich kann nicht, ich gebe es auf …“
  3. Er greift den Glauben und den Mut an, mit dem wir unseren Ruf (unsere Berufung) erfüllen:
      1. a) Jesus nachzufolgen,

    b) die Gute Nachricht der Rettung anderen weiter zusagen und

    c) die Werke der Vollmacht zu tun, die Jesus getan hat…

Der Angriff im 1. Punkt führt dazu, dass wir nutzlose Anstrengungen und Sühne auf uns nehmen, um Gott zu gefallen, im 2. Punkt begrenzt er unser geistliches Wachstum, im 3. Punkt führt er zu Stagnation, Kraftlosigkeit und Wirkungslosigkeit im Dienst für Gottes Reich.

Quellen des Unglaubens

  • Stolz
  • Geltungsdrang und Furcht bei Menschen
  • Bequemlichkeit und Sicherheit
  • Übernahme weltlicher Denkweisen
  • Entthronung Gottes im Leben oder Bereichen des Lebens …

Bereiche des Unglaubens

  • Für alles nur rein natürliche Erklärungen gelten lassen
  • Gott nichts zutrauen auch, oder sogar durch mich wirken zu wollen
  • Naheliegenste Erklärungen, dass Gott auch heute Gebet erhört, nicht gelten lassen sondern viele andere Erklärungsversuche an den Haaren herbeiziehen ..

Überwindung des Unglaubens

Vielleicht müssen manche als Vorstufe ihr Gottesbild korrigieren. Wir müssen uns bewusst sein:

  • Gott liebt uns!
  • Er meint es gut mit uns!
  • Er ist gerne bereit auf uns zu hören, auf unsere Bitten einzugehen!

Damit wir unser Leben aus dem Glauben leben, statt uns vom Unglauben nieder walzen zu lassen, ist ein dreiteiliger Prozess der Einübung nötig:

  1. Auf Gott vertrauen
  2. Tun, was dran ist …
  3. Segen von Gott dazu erwarten!

Sieben praktische Schritte oder Prinzipien zum Glaubenswachstum

  1. Sei dir bewusst, welche Weltanschauung dich kulturell umflutet, damit du nicht blindlings mit dem Strom schwimmst – ein lebendiger Fisch schwimmt gegen den Strom, ein toter lässt sich treiben.
  2. Tauche dein Denken ein in die Wahrheit der Heiligen Schrift, in das Denken der Bibel über Gott, de Menschen, das Universum … – lies die Bibel.
  3. Bete zu Gott und bitte IHN, dass dein Glaube wachse.
  4. Widersage dem Unglauben bei jeder Gelegenheit, bereue jedes Zeichen von Unglauben, triff die Entscheidung den Verheißungen Gottes zu glauben und zu vertrauen.
  5. Tue die Werke Jesu als Lebensstil, und klammere dich an Seine Versprechungen, auch wenn Werke der Vollmacht noch wenig sind.
  6. Halte dich fern von der Sünde.
  7. Sieh den Prüfungen deines Glaubens mutig entgegen, wisse, dass du dadurch gestärkt wirst.

Zum ungläubigen Thomas
… zu Dir und mir
sagt der auferstandene Jesus:

Sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“

Als PDF herunterladen

Was ist mit unserer Kirche los?

Wir leben in der sogenannten postmodernen Zeit. Diese ist durch die Meinung gekennzeichnet, dass alles für machbar und alles für sofort machbar gehalten wird.

Gleichzeitig machen wir oft die Erfahrung, dass wir für unser Dasein keine Erklärung haben. Eine Sinnfrage kann jedoch nicht gestellt werden, weil eine Antwort für nicht möglich gehalten wird. Das Leben erscheint unübersichtlich, wir werden ständig mit einer Fülle von Informationen überschüttet und suchen gleichzeitig nach einfachen Lösungen. Individuelle Freiheiten werden sehr hoch bewertet, ein großer Relativismus hat sich breit gemacht und es kommt zu einer Krise von Strukturen und Autoritäten, von der auch die Katholische Kirche betroffen ist.

Der Lehrbrief beschreibt die Krise der Kirche und die möglichen Ursachen aus ihrer eigenen Sicht.

Anfang April 1991 rief der Papst die Kardinäle zusammen, um das starke Anwachsen der Sekten und Freikirchen zu besprechen. (Zu den „Freikirchen“ werden auch viele Evangelikale und Pfingstkirchen gezählt, die z. Zt. weltweit am stärksten anwachsen.)

In Lateinamerika sind schon über 10% der Bevölkerung evangelisch geworden, die meisten davon durch Pfingstgemeinden. Die aktiven, praktizierenden Katholiken dort sind nur 15%. In den USA gibt es etwa 35 Millionen Mitglieder in evangelikalen oder pfingstlerischen Freikirchen, davon etwas 30% ehemalige Katholiken. Daneben gibt es auch die Beobachtung, dass in Gemeinden und Gemeinschaften der Katholischen Charismatischen Erneuerung wieder viele aus solchen Freikirchen katholisch werden.

Erzbischof Robert Sanchez von Santa Fe sagte dazu: „Vielleicht sollten wir diese Herausforderung nicht als Bedrohung sehen, sondern als ein Sprungbrett, dem es mit Erfolg gelungen ist, unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und uns so von unserer Gleichgültigkeit und falschen Sicherheit zu befreien“.

Der Bericht des Vatikan zu diesem Problem sagt: „Die Kirche wird zu oft nur als Institution gesehen, weil sie vielleicht zu viel Gewicht auf Strukturen legt und nicht genügend die Menschen in Christus zu Gott zieht.“

Kardinal Francis Arinze wies bei einem Treffen der Kardinäle darauf hin, dass die neuen religiösen Bewegungen gerade an den Schwachstellen unserer Pastoral aktiv werden:

  • Sie bilden in kurzer Zeit eifrige Leiter und Evangelisten aus, während unsere Priester wenig sind und kaum genügend Laien-Seelsorger ausbilden können.
  • Sie wirken ansteckend mit ihrer Dynamik und bemerkenswerten Hingabe, während unsere Leute lau, gleichgültig und langweilig wirken.
  • Sie betonen die Erlösung durch Christus allein, im Gegensatz zur weit verbreiteten Unsicherheit unter Katholiken über Grundfragen des Glaubens.
  • Sie bauen kleine Gemeinschaften und Zellgruppen auf, während katholische Pfarreien zu groß und unpersönlich wirken, als dass der Einzelne sich geliebt und angenommen weiß und erfüllende Aufgaben bekommen kann.
  • Sie übertragen Verantwortung, Leitung und Seelsorge an Laien-Helfer schon nach kurzer Ausbildungszeiten, während sich bei uns fähige Laien, Frauen und Männer, an den Rand gedrängt fühlen. (Schon der hl. Franz von Sales hatte gesagt, dass der eifrigste Seelsorger nur bis zu 15 Personen seelsorglich betreuen könne, dass daher neben den Klerikern auch geeignete Ordensleute und Laien, Frauen und Männer für diesen Dienst aneinander geschult werden müssen! Bei uns wird leider der Dienst des Priesters mit dem Dienst der Seelsorge als identisch gesehen und so gibt es z. T. noch Hemmungen, Laien als geeignete Seelsorger anzuerkennen.)
  • Sie feiern voll Eifer begeisternde Gottesdienste, während unsere heilige Liturgie oft Routine ist und kühl wirkt.
    Sie drängen zu einer persönlichen Entscheidung für Jesus Christus und halten sich treu an die Bibel, während bei uns viele Homilien allzu intellektuell sind, über die Köpfe der Menschen gehen, und nicht den Mut haben, zur Entscheidung für Jesus aufzurufen.
  • Sie betonen und erleben eine persönliche Beziehung zu Gott, während die Kirche zu sehr als Institution dargestellte wird, die Strukturen und Hierarchie betont.

Kardinal Arinze ruft uns auf zur Selbstkritik: „Warum zieht es so viele Menschen zu diesen neuen religiösen Bewegungen? Was sind die legitimen Bedürfnisse dieser Menschen, auf die diese Bewegungen eingehen, und auf die man auch in der Kirche eingehen sollte? … Was möchte Gott von Seiner Kirche in dieser Situation? … die Dimension der religiösen Erfahrung darf nicht vergessen werden in unserer Verkündigung des Christentums. Es genügt nicht, nur dem Verstand Information anzubieten. Christentum ist weder ein Bündel von Lehren noch ein System der Ethik. Es ist Leben in Christus, das immer tiefer gelebt und erfahren werden kann.“

Zum Schluss bemerkt Kardinal Arinze: „Angesichts der dynamischen Aktivitäten der neuen religiösen Bewegungen können die Hirten der Kirche nicht so weitermachen wie bisher. Dieses Phänomen ist eine Herausforderung und eine Chance …“

Ich bin persönlich von der Wahrheit des katholischen Glaubens völlig überzeugt. Ich würde niemals jemanden anraten, die Katholische Kirche zu verlassen. Aber ich bin voll Sorge um unsere Kirche, wenn ich sehe, dass Menschen unsere Kirche verlassen, um gediegene Lehre nach dem Wort Gottes und Unterstützung für die Erziehung ihrer Kinder in Christus zu finden.

Ein falscher Stolz auf unsere Katholische Kirche stellt uns in eine ähnliche Situation wie einst das auserwählte Volk Gottes, zu dem der Prophet Jeremia sagen musste: „….bessert Euer Verhalten und Euer Tun, dann will ich bei Euch wohnen, hier an diesem Ort. Vertraut nicht auf die trügerischen Worte: Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist hier! ….“ (Jer 7,1-7).

Ich glaube, sie ist es. Aber viele Menschen gehen in ihr geistig zugrunde.. Viele kennen Jesus als ihren persönlichen Herrn und Retter nicht. Sie werden geistig zu wenig belehrt und ernährt, sie erfahren keine Hirtensorge. Ihr Charakter wird nicht nach dem Bilde Jesu geformt. In manchen Fällen erhalten sie falsche Lehren mitten in katholischen Institutionen. – Da kann Jesus, der gute Hirt, gar nicht anders, als andere Hirten zu berufen, auch wenn sie nicht aus diesem Schafstall sind – am Ende wird Er führen, dann wird eine Herde und ein Hirt sein.

Wir sehen daraus die Notwendigkeit in Buße vor den Herrn zu treten, um Vergebung für uns und unserer Kirche zu beten, Ihn zu bitten, wieder neu zu uns zu kommen und uns in Seinem Geist zu erneuern.

Als Charismatische Erneuerung sind wir aber auch gerufen, alle Müdigkeit abzuschütteln, zur ersten Liebe (lies: Off 2,4-5!) zurück zukehren, unsere Gaben und Charismen voll zu entfalten und sie als Dienst unserer Kirche anzubieten und mitzuarbeiten, dass unsere Kirche mit ihren Gemeinden wieder mit neuem Eifer und neuem Leben erfüllt wird und aufblüht, so wie Jesus sie möchte.

Stellen wir uns Ihm und Seiner Kirche zur Verfügung, helfen wir mit bei der Evangelisation und beim Aufbau lebendiger Zellen und Gruppen, üben wir Seelsorge aus unter der Führung und mit den Charismen des Heiligen Geistes, lernen wir in Demut und Liebe aufeinander zu hören und miteinander als Gemeinschaft zu leben und zu wirken, und wir werden, als Erneuerung, wie Papst Johannes Paul II. es sagte, „eine Chance für die Kirche und die Welt“ sein – aber nur dann!

Pfr. Gustav Krämer

Als PDF herunterladen

Missionarisches Christsein

Geht

Das Vermächtnis Jesu, das für alle Zeiten und für die Christen jeden Zeitalter gilt, auch für uns heute, finden wir in Matthäus 28, 18 – 20:

„Mir ist alle Macht gegeben, im Himmel und auf der Erde, darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,..und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“.

Alle Menschen zu Jüngern Jesu zu machen, dazu braucht man den Willen, die Kraft, den Mut und die Einsatzfreude. Alles zu befolgen, was Jesus uns gesagt hat, dazu brauchen wir Kraft von oben, verbunden mit der eigenen Lebensübergabe an Christus, d. h. das Lebendigwerden und Erstarken unserer Tauf- und Firmgnade. Dazu brauchen wir auch eine lebendige, christliche Gemeinschaft, die uns trägt und ermuntert, schult und annimmt. Wir wollen uns deshalb ganz praktisch einige Punkte überlegen, wie wir in der heutigen Zeit uns selbst zu missionarischen Christen machen können, d. h. wir können uns selbst nicht so machen, aber wir können Voraussetzungen machen, dass Gott durch uns wirken kann.

Damit wir ganz bewusst und freiwillig IHM, Christus, angehören und IHM zur Verfügung stehen, müssen wir unsere Taufgnade ganz bewusst annehmen und wirksam werden lassen. Erneuerung der Taufgnade oder Tauferneuerung, wie wir das gerne in unseren Gebetsgruppen nennen. Es besteht darin, dass wir unsere Lebensweihe, unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ganz bewusst  Christus übergeben, mit allem was wir sind und haben. Die Hauptsache dabei ist, dass Jesus der Herr Mittelpunkt unseres Lebens wird. Der Herr!

Wir müssen IHM versprechen, uns auf IHN hin zu orientieren und das, was wir als seinen Willen erkannt haben, tun, nicht was wir auf Grund unseres eigenen Wollens oder der eigenen Neigung oder Laune tun möchten. Das ist nur möglich, wenn wir Glauben haben, wenn wir diesem Christus wirklich vertrauen, dass wir aussprechen, Er meint es gut mit uns und was ER sagt, das ist für uns und für andere auch besser, als das, was wir uns selber ausdenken können. Wenn wir uns so ganz bewusst IHM zuwenden, können wir IHM ehrlich sagen: „Ich stelle mich Dir zur Verfügung.“
Wir merken, dass wir das mit eigener Kraft nicht schaffen.

Die Apostel und Jünger Jesu hatten den auferstandenen Herrn erfahren und Seinen Auftrag gehört, alle Menschen zu Seinen Jüngern zu machen, nur sie trauten sich noch nicht. Jesus sagte auch, bleibt in Jerusalem, wartet auf die Verheißung des Vaters, die Kraft aus der Höhe, ihr werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden, ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und dann werdet ihr meine Zeugen sein (Apostelgeschichte). Es würde uns gut tun, wieder einmal in der Bibel die Apostelgeschichte durchzulesen. Die Jünger Jesu blieben damals, und heute geschieht oft das Gleiche, einmütig im Gebet vereint, zusammen mit Maria, der Mutter Jesu und den übrigen Frauen, bis sie die Herabkunft des Heiligen Geistes erlebten, in anderen Sprachen redeten und voll Mut zu anderen von Jesus künden konnten.

Auch danach, wenn Schwierigkeiten und Probleme auftauchten, beteten sie einmütig und wurden immer wieder vom Heiligen Geist erfüllt. (vgl. Apg 4,23-31). So müssen auch wir immer wieder unser Pfingsten, unsere Firmgnade erneuern im Gebet, um vom Heiligen Geist die Kraft und den Mut zum Zeugnis zu erhalten und Ihn als Tröster und Führer im eigenen Leben zu erfahren um den Gaben, den Charismen, des Heiligen Geistes wieder Raum und Betätigungsmöglichkeit zu geben in uns und durch uns zur Erneuerung und Wiederbelebung der Gemeinde.

Wir müssen uns weiterbilden. Wir können nicht andere lehren, alles zu befolgen, was Jesus gesagt hat, wenn wir es selbst nicht wissen. Darum müssen wir immer wieder die Worte Jesu und seiner Apostel lesen, durchbeten, hören, auf uns wirken lassen, sie uns zu eigen machen. Darum ist es gut und wichtig, in Bibel- und Gebetskreisen, durch Exerzitien und Vertiefungsseminare oder Kurse uns immer wieder neu anregen zu lassen und dass wir selbst mit der Bibel in der Hand unsere Stille Zeit verbringen, Tag für Tag, je nach dem, manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal zum richtigen Studium einmal in der Woche uns Zeit nehmen. Es ist gut, manches anzustreichen, was uns da bewusst wurde, wo wir merken, das ist wichtig, das will Gott uns oder durch uns anderen sagen, dass wirklich die Bibel unser liebstes und wichtigstes Arbeits- und Handbuch für unser Leben wird, so dass wir dann auch unsere Bibel mitnehmen, wenn wir dann zu Zusammenkünften, zu Gebetsabenden, zu Treffen u. ä. kommen.

Christentum kann man nicht alleine leben. Wir sehen aus der Apostelgeschichte und merken es auch heute in der Entwicklung der Charismatischen Erneuerung, in den verschiedenen Entwicklungsphasen immer mehr, dass eine Gruppe von Menschen, die sich ganz bewusst Christus übergeben hat und sich von Seinem Geist erfüllen lässt und führen lassen will, vom Geist Gottes zu immer mehr Gemeinschaft geführt wird, wo man auch einander in herzlicher Liebe zugetan ist, wo man einander in allen Lebenslagen beisteht und füreinander da ist, mit seinem Interesse, mit seiner Zeit, mit seinem Geld und sonstigen Mitteln. Ganz besonders natürlich auch auf der geistigen, spirituellen Ebene und wo man einander ermuntert, auch mal ermahnt, unterstützt, mittragen kann und wo man besonders füreinander und miteinander betet.

Eine Gemeinschaft wird man nur, wenn man beisammen ist, wenn man immer wieder regelmäßig gerne zusammenkommt, wenn man mitmacht und wo etwas gemeinsam getan wird. Das geschieht nicht nur dadurch, dass man einmal in der Woche beim Gebetsabend ist, sondern darüber hinaus noch die Verbindung hält oder gar wie es oft geschieht zu verbindlichen Gemeinschaften, die zusätzlich noch Gemeinschaftstreffen halten, einen Teil ihres Einkommens für Gemeinschaftsprojekte hergibt. Es ist gut, sich auch mal zu einem Ausflug, einem Picknick oder einer gemeinsamen Mahlzeit zu treffen und dann auch miteinander wieder die Bibel zu lesen und zu horchen, was Gott von dieser Gemeinschaft will. Eine Gemeinschaft, die sich führen lässt, wird auch ausstrahlen, sie wird in der Gemeinde, in der sie ist,  Aufgaben übernehmen können oder auch übergemeindliche Zellen manchmal für Evangelisation oder soziale Aktion.Wichtig ist also, dass man miteinander als Gemeinschaft aus der Sicht des Glaubens, auch in das geistliche Gespräch kommt, dass man über die Zeitgeschehen, aber auch aus der Bergpredigt heraus Orientierung findet, dass man die Apostelgeschichte, einen Korintherbrief oder den Römerbrief einmal gemeinsam durchdenkt und durchbetet.

Wir sehen also aus diesen vier Punkten, welchen Dienst jeder Einzelne als missionarischer Christ und welchen Dienst man miteinander mit anderen als Gemeinschaft anregen, wie man in der Pfarrgemeinde mitarbeiten und wie man auch am Arbeitsplatz apostolisch tätig werden kann.

Man kann sich in der Gemeinschaft oder Zelle, zu der man gehört aussprechen, wie man apostolisch  auch andere  werben kann, für ein Einführungsseminar, für einen Gebetskreis, für einen Cursillio, sich für christliche Werte einzusetzen und so miteinander auch in diesen Dingen ganz bewusst um die Führung des Heiligen Geistes beten, die Augen für Gelegenheiten offen zu halten, die Gott uns zeigt. Wir finden viele Gelegenheiten von Christus und seinem Wort Zeugnis zu geben und so missionarische Christen zu sein.

Natürlich können wir nicht missionarische Christen sein, wenn wir nicht selbst ganz bewusst, jeder für sich in seinem privaten Leben, uns an der Norm Jesu orientieren. Nur dann können wir ausstrahlen durch unser Leben. Leben und Wort dürfen nicht auseinander klaffen. Das normale, christliche Leben heißt also, sich an der Norm Jesu, wie es in der Bergpredigt steht, wie man als Jünger Jesu lebt, zu orientieren und gleichzeitig mit unserer missionarischen Ausstrahlung nach draußen, auch nach innen zu strahlen, d. h. Auch geistig zu wachsen. Das geht nur durch Vertiefung unseres persönlichen Glaubens an Christus, unserer persönlichen Beziehung zu ihm und dadurch, dass wir auch im Gebet immer mehr an Tiefe gewinnen und dem Heiland in die Augen schauen.

Wir müssen selber, im eigenen Leben aus dem Heiligen Geiste lieben und lernen, uns vom Geiste leiten zu lassen. Das kann nur gelingen, wenn wir nicht eigene Wege gehen, sondern als Glieder eines Leibes mit anderen gemeinsam Verantwortung tragen und wenn wir selber dann die Frucht bringen, die von Christen und christlichen Gemeinschaften erwartet wird. Dann wird auch der Herr unserer Gemeinschaft, wie einst in der Urkirche, die Zahl derer hinzufügen, die gerettet werden sollten. Verbindlich müssen wir auch die Weisungen christlicher Moral ansehen, unser Leben danach gestalten und es muss uns ein Anliegen sein, nicht irgendwie als kleine Gruppe zu existieren, die das Christentum lebt und sich daran freut, sondern in uns muss, wie bei Paulus eine Art „heilige Unruhe“ in dem Sinn entstehen: Es sind noch viele andere, denen die Frohe Botschaft gebracht werden muss, so dass wir irgendwie hinein streben möchten in die Gemeinden, uns zur Erneuerung der Pfarrgemeinden zur Verfügung zu stellen, Aufgaben, die uns übertragen werden, anzunehmen. All das natürlich nach Gebet und Befragung, wozu will Gott mich wirklich haben, was kann ich nach meinen Fähigkeiten leisten, welche Charismen, natürlichen Anlagen und Fähigkeiten hat er mir gegeben. Das muss man alles bedenken und sich vielleicht miteinander beraten. Die grundsätzliche Bereitschaft muss vorhanden sein, einzeln und als Gemeinschaft und es muss uns ein Anliegen sein, dass das Vermächtnis Jesu erfüllt wird: „Geht hinaus in alle Welt und macht alle Menschen zu meinen Jüngern tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und seht, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

In unseren Gruppen erfahren wir, dass der Herr bei uns ist. Sein Anliegen soll darum unser Anliegen sein, dass andere Seine Jünger werden und lernen, alles zu tun, was Er uns geboten hat. Also selbst wollen wir seine Jünger sein, selbst lernen alles zu tun, was Er uns geboten hat, uns da einüben und  dann mithelfen, dass es auch andere werden und tun.

Als PDF Herunterladen

JESUS gebührt der erste Platz

Erster PlatzGott muss die erste Stelle in unserem Leben haben. An zweiter Stelle steht die Familie und die Beziehung zu den Menschen, die Gott uns auf unseren Lebensweg schickt. Dann erst kommen Arbeit, Termine und wichtige Aufgaben. Danach Hobbies, Freizeit u. a. für die uns, wenn wir auf Gott vertrauen, auch genügend Zeit geschenkt wird.

Einige erprobte Prinzipien, um Jesus in unserem Leben an die erste Stelle zu setzen:

Für mich bedeutet das die frühen Morgenstunden, weil sie der beste Teil meines Tagesablaufs sind und am wenigsten unterbrochen werden. Vielleicht sollten wir nur sagen: „Gib Gott den besten Teil jedes Tages“. Ob man es Andacht nennt oder Stille Zeit, es sollte eine hervorragende Zeit mit Gott sein, Zeit für Gebet, Bibellesung und Lauschen auf Sein Wort.

„Hervorragende Zeit“ hängt nicht so sehr von der Länge der Zeit ab, als davon wie wir sie ausnützen. Angesichts der Kämpfe des alltäglichen Lebens brauchen wir diese Zeit für unsere geistige Stärkung und Führung.

Dieses Prinzip ist deutlich als eines der Zehn Gebote zu erkennen. Es ist nicht erlassen, um den Menschen einzuschränken, sondern uns ist ein Ruhetag von den Alltagspflichten verordnet. Dabei werden wir befähigt, unser geistliches Leben neu zu erfrischen, um während der restlichen Woche unser Werk gut verrichten zu können. Der Sonntag ist nicht nur für den Kirchgang da – es ist der Tag, den man für Gott und für seine eigene Familie freihalten muss. „Familie“ das umfasst auch die Familie der Gläubigen, mit denen wir Gemeinschaft haben. „Wenn wir im Lichte wandeln, wie Er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde“ (1. Joh 1,7).

Unser Leib braucht Ruhe wie alles Materielle: sogar die Natur darf nach Gottes Plan von ihrer Produktivität ausruhen. Ich möchte vor zwei Extremen warnen: eines ist, am Sonntag sich so vielen kirchlichen Aktivitäten zu widmen, dass sie zur Plage werden. Dies ist besonders für die Kinder nicht gut. Das andere Extrem ist, so viele Familienunternehmungen und Vergnügungen zu planen, dass für den Gottesdienst und die Anbetung keine Zeit mehr bleibt. Der HERR will, dass der erste Tag der Woche geruhsam und heilig sei.

Viele neue Christen zeigen eine verständliche Reaktion auf das Geben des Zehnten, wie es die Bibel vorschreibt. Sie sagen: „Wir können es uns nicht leisten, soviel zu geben“. In Wirklichkeit können wir es uns nicht leisten Gott Seinen Teil vorzuenthalten und nicht in der rechten Gesinnung zu geben. Auf diesem Gebiet müssen wir einfach die Erfahrung machen, dass Gott die verbleibende Summe segnen wird, nachdem wir Ihm getreulich gegeben haben. Der Zehnte sollte systematisch in das „Vorratshaus Gottes“ eingebracht werden von jedem Verdiener. Treue auf diesem Gebiet setzte Segnungen frei, durch die unser Glaube gestärkt wird (1. Kor 16).

Wenn irgendetwas für dich wichtig ist, dann nimmt es auch Gott wichtig. Es ist für einen Christen undenkbar, wichtige Entscheidungen zu treffen und weitreichende Entschlüsse zu fassen, ohne die ganze Angelegenheit zuerst vor den Herrn zu bringen und um Seine Weisung zu bitten. Ich weiß aus Erfahrung, dass es leicht ist, alles möglichen menschlichen, logischen Pläne zu machen und zuletzt dann zu beten: „Herr, willst Du bitte meine Pläne segnen?“ Die Schrift sagt jedoch: „Suche zuerst das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit – alles andere wird dir hinzugeben werden (Mt 6,33).

Dies bedeutet: wirklich mitten in deinem Herzen. Eine echte Liebe für den Herrn und die Furcht, Ihn zu betrüben , verhindert manche Probleme (Mt 22,37). Gott will der Erste sein in unserer Zuneigung , der Erste in unserem Denken, in unserem Planen – ja, Er sollte noch vor der Familie, dem Beruf, der Freizeit kommen. Jesus ist daran interessiert, dass wir lernen, uns in Seinen Leib in einer hingebungsvollen und verantwortungsbereiten Art einzufügen. Nimm liebevoll die Gaben und Ämter an und gebrauche sie an dem Platz, an den Gott dich gestellt hat.

Als PDF Herunterladen

Gott persönlich kennenlernen!

Die Liebe des Vaters

Gott ist die Liebe, ER liebt Dich und will mit Dir in Beziehung treten! ER sagt Dir in Jeremia 31,3:

Mit ewiger Liebe habe ich Dich geliebt, darum habe ich Dir so lange die Treue gehalten.

Die Sünde verhindert, dass wir SEINE Liebe spüren.

Alle haben wir gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Das sagt uns der Hl. Paulus in Röm. 3,23. Aber Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass ER SEINEN einzigen Sohn hingab, dass jeder der an IHN glaubt nicht zugrunde geht sondern das ewige Leben hat. Durch Jesus bist Du durch den Glauben gerettet, Gott hat es geschenkt. Er ist für Deine und meine Sünden gestorben. Diese Geschenk kannst Du annehmen, indem Du Dich Taufen lässt und wenn Du schon getauft bist, kannst Du es durch eine bewußte Tauferneuerung wiederbeleben, verbunden mit der Bitte um den Hl. Geist. Gut wäre es, wenn Du Dir von einen gläubigen Christen dabei die Hände auflegen lassen würdest. Bitte IHN, das ER Dir SEINE Liebe zeigt, bzw. spüren lässt.

Folgendes Gebet ist eine Möglichkeit, Dein Vertrauen zu Gott auszudrücken:

„Vater im Himmel, mir ist klar geworden, dass ich mein Leben selbst bestimmt habe und von DIR getrennt bin. Vergib mir meine Schuld. Danke, dass DU meine Sünden vergeben hast, weil Christus für mich gestorben und mein Erlöser geworden ist. Herr JESUS, bitte übernimm die Herrschaft in meinem Leben und verändere mich so, wie DU mich haben willst. Amen.“

ER hat uns gerufen, um uns bei SICH zu haben. Schließe Dich einer christlichen Gemeinschaft an, geh in einen Gebetskreis und Du wirst sehen, das es viele Menschen gibt, die wie Du eine Gotteserfahrung gemacht haben.

Als PDF herunterladen