Archiv der Kategorie: Lehrbriefe

Innerliches Gebet – das aktive Gebet

1. Wesen

Das Wesen des innerlichen Gebetes besteht nach Teresa von Avila (Buch: Wege der Vollkommenheit) nicht im Schließen des Mundes (allein). Wenn ich mit ganzem Gemüt aufmerke und bedenke, daß ich mit Gott rede, also bedenke, wer der ist, mit dem ich rede, und wer ich bin, die ich mit einem so großen Herrn zu sprechen wage, wenn ich bedenke, welche Ehrfurcht Ihm gebührt, beginnt bereits mit dem mündlichen das innerliche Gebet. Deshalb weiß Teresa nicht, wie man mündlich beten könne, ohne zugleich auch innerlich zu beten. Es kann sogar sehr leicht geschehen, daß der Herr, während wir das Vaterunser oder ein anderes Gebet sprechen, die Seele zu vollkommener Beschauung erhebt. Auf diese Weise zeigt Er, daß Er den hört, der mit Ihm spricht, und sich würdigt, Ihm zu antworten. Er nimmt ihm gleichsam schon das Wort vom Munde und unterweist ihn auf göttliche Art.

2. Notwendigkeit des innerlichen Gebetes

Lassen wir dazu Teresa von Avila selbst sprechen (Buch: Das Leben, 8. Hauptstück): Innerliches Gebet – das aktive Gebet weiterlesen

GEBET – Wie lerne ich beten?

Der 1. Lehrbrief aus der Kleinschrift „Von den Mystikern lernen„.

Lies:

14 und mein Volk, über das mein Name ausgerufen ist, sich demütigt und betet, mich sucht und von seinen schlechten Wegen umkehrt, dann höre ich es im Himmel. Ich verzeihe seine Sünde und bringe seinem Land Heilung.

Gebet ist der Schlüssel zum Reichtum Gottes

„Gott sieht, kein rechter Mensch ist da, und staunt darüber, dass kein Mensch vermittelt.“ Wir lesen das in Jesaja 59,16, angesichts der Sünden und Übel in der Welt. Warum sind Christen oft so schwach, freudlos, lau und unterlegen? – Weil sie so wenig beten! Jesus ist heute so machtvoll wie je: was verkehrt ist, ist, dass wir zu wenig an die Wirkung des Gebetes glauben, dass wir Gott nicht beim Wort nehmen und dann auch aus Seinem Heiligen Geist heraus leben.

„Jesus antwortete ihnen: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, dann werdet ihr nicht nur das vollbringen, was ich mit dem Feigenbaum getan habe; selbst wenn ihr zu diesem Berg sagt: Heb‘ dich empor, und stürze dich ins Meer!, dann wird es geschehen. Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt“ (Mt 21, 21-22).

„Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind“ (Joh 3, 21).

Gott gibt uns fast unglaubliche Versprechen:

„Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun“ (Joh. 14, 13-14).

GEBET – Wie lerne ich beten? weiterlesen

Übersicht Lehrbriefe

Glaubensimpulse
Glaubensimpulse

Auf dieser Seite werden regelmäßig neue Lehrbriefe veröffentlicht.

Befreiung aus der Macht des Bösen

Weiterführende Literatur

Kardinal Leon Suenens
Erneuerung und die Mächte der Finsternis
Otto Müller-Verlag, Salzburg
Gute, verständliche Theologie

Michael Scanlan
„… erlöse uns von dem Bösen“
Styria-Verlag
Rektor eines kath. Priesterseminars über Erfahrungen beim Befreiungsdienst

Hans Theodor Brik
Gibt es noch Engel oder Teufel?
Pattloch Verlag, Aschaffenburg
Klare, brauchbare Hilfen zur Diagnose und für den Befreiungsdienst

Lester Sumrall
Dämonen – Das Buch der Antworten
Wort des Glaubens, Hamburg 1988

Gabriele Trinkle
Endlich frei
Projektion J-Verlag, Hochheim
Bericht wie eine Frau als Kind Satan geweit und befreit wurde

Doreen Irvine
Die Königin der Schwarzen Hexen
Verlag Schulte & Gerth, Asslar

Van Dam
Okkultismus und christlicher Glaube
Verlag Johannes Fix, Schorndorf
Gute Hinweise und Beispiele, bei Grenzfragen zu einseitig in der Beurteilung

Eberhard Mühlan
Zwischen 12 und 17 – Tipps für Teens
Verlag Schulte+Gerth, Asslar
Besonders die Seiten 27 bis 42

Ulrich Bäumer
Rock-Musik, revolution des 20. Jahrhundert
CLV Bielefeld, 1988

M. Basilea Schlink
Rockmusik Woher-Wohin?
Christl. Verlagshaus Stuttgart

M. Basilea Schlink
Christen und die Yogafrage
Christl. Verlagshaus Stuttgart

John Wimber
Volmacht im Reich Gottes
Projektion-J Verlag

Pfr. Gustav Krämer

Okkultismus und Grenzfragen

okkultismus„Okkultismus“ ist ein Sammelbegriff für alle Formen geistiger oder übernatürlicher Beziehungen, die durch Satan oder seine Dämonen ermöglicht werden oder bei denen sie einen entscheidenden Einfluss haben. In heidnischen Ländern, und durch das Nachlassen der persönlichen Glaubens­beziehung auch wieder mehr in sogenannten christlichen Ländern, sind diese verschiedene Formen von Okkultismus weit verbreitet: Astrologie, Handlesen, Kartenlegen. Noch deutlicher ist der Einfluss des Dämonischen bei spiritistischen Sitzungen, bei weißer und schwarzer Magie und am schlimmsten im Kult der Satansanbetung. Okkultismus und Grenzfragen weiterlesen

Wachstum im geistlichen Leben

WachsenWenn Menschen erfüllt werden mit dem Heiligen Geist, bekommen sie einen neuen Blick dafür, wie gut Gott ist, wie freundlich und wie liebevoll. Es dauert allerdings oft nicht allzu lange, da wird diese neue Freude an der Liebe Gottes wieder langsam gedämpft, und Zweifel an der Liebe und Güte Gottes wollen sich breit machen. Oder man glaubt zwar weiter an Gottes Erhabenheit und gütige Natur, aber zweifelt daran, ob Er wirklich in dieser Gemeinde, in diesem Gebetskreis, durch diese Führung, in dieser Situation wirkt oder wirken kann. Oder man ist über sich selbst frustriert und enttäuscht.

Im geistlichen Leben aber gilt der Grundsatz: was nicht wächst und reift, das verkümmert. Wachstum im geistlichen Leben weiterlesen

Wisst Ihr nicht, ihr seid der Tempel Gottes und Erben seines Reiches!

TempelVon Gott geliebter Mensch
(Gedanken eines Gebetskreisleiters)

Sind wir nicht alle von Gott geliebte Menschen? Sind wir nicht an seinem Erbe beteiligt? Warum sind wir dann oft mit unserem Aussehen, mit uns selbst unzufrieden?

Wir werden in der Ewigkeit bei Gott unseren Leib wieder bekommen!

„Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat, jedem Samen eine andere.“

1 Kor 15,38

Eine Volksweisheit besagt: „Wahre Schönheit kommt von innen.“

Unsere wahre Schönheit ist jetzt noch in unserer Seele Wisst Ihr nicht, ihr seid der Tempel Gottes und Erben seines Reiches! weiterlesen

Das Prinzip des Kreuzes

KreuzDie Bedingung,
um Jünger Jesu zu sein,
d. h. IHM nachzufolgen,
ist klar und eindeutig:

Zu allen sagte Er:

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“
Lk 9,23

1. Jesus starb für mich am Kreuz

Am Kreuz starb Jesus – stellvertretend für mich. Auf sich nahm Er Strafe und Verurteilung für die Sünden, die ich/wir getan haben.

Adam und Christus sind Stellvertreter für die ganze Menschheit:

22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden
Der erste Adam war Vater des natürlichen Menschen – der alten Schöpfung. Von ihm erbten wir das Getrennt–Sein von Gott, den geistlichen Tod, eine zur Sünde neigende Natur. All das nennen wir zusammen „Erbsünde“.

Der letzte Adam, Jesus, ist der Vater des geistlichen Menschen – der neuen Schöpfung

17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.
Durch Ihn erlangen wir neues Leben, eine neue Natur, eine neue Freundschaftsbeziehung mit Gott. Vgl.:
45 So steht es auch in der Schrift: Adam, der Erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der Letzte Adam wurde lebendig machender Geist.
und
17 Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus. … 19 Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
Jesus hat dies für uns möglich gemacht und bewirkt, als Er stellvertretend für uns starb.

Analog dazu vergleichen wir die erste Eva Das Prinzip des Kreuzes weiterlesen

Lebensübergabe im Alltag gelebt

AlltäglichWas bedeutet Lebensübergabe im Alltag?

Grundlage der Erneuerung im Hl. Geist ist die Lebensübergabe an Christus verbunden mit der Bitte um den Heiligen Geist, mit der Bereitschaft, Ihm zur Verfügung zu stehen und Sein Werkzeug zu sein.

Dazu gehört wesentlich auch die Bereitschaft, sich ausrüsten zu lassen mit der „Kraft aus der Höhe“, dem Heiligen Geist und Seinen Charismen, wie sie im Korintherbrief (

 8 Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, 9 dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen,
10 einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. 11 Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.
aufgezählt sind, zum Dienst für andere, „zum Aufbau des Leibes Christi“.
11 Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, 12 um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi.

Solange man sich dem Heiligen Geist verweigert und Ihn nicht wirken lässt, kann die ehrlich gemeinte Lebensübergabe in noch so vielen Bereichen des Alltags nicht wirksam werden, und Lebensübergabe im Alltag gelebt weiterlesen

Gottes- und Nächstenliebe

Einleitung

Nach unserer Bekehrung oder Hinwendung zu Jesus als unseren Herrn und Erlöser müssen wir in unserem Verständnis wachsen, was alles zur Gottes- und Nächstenliebe dazugehört. Wir müssen immer mehr Bereiche und Tiefenschichten unseres Herzens, unserer Empfindungen, unserer Reaktionen, unseres Denkens und Fühlens, unseres Wollens und Tuns von Seinem Geist, Seinem Wollen und Empfinden, Denken und Tun durchdringen lassen.

Die Früchte des Geistes werden dann allmählich in uns immer mehr heranwachsen und reifen und zuletzt schöne, wohlschmeckende Früchte sein. Die Firmerneuerung oder ein echtes Pfingsterlebnis können dazu zwar ein mächtiger Schub sein, aber wir können wieder abrutschen oder absacken, wenn wir nicht weiterwachsen und weitergehen. Gottes- und Nächstenliebe weiterlesen

Ausdauer und Treue im Gebet

AusdauerÜber den Umgang mit Gott in schwierigen Zeiten, in Zeiten der Trockenheit. Über die Treue zum Gebet, auch wenn es einem nicht danach zumute ist.

Manch einer erlebt nach einer Bekehrung eine echte Freude an Gott und Seinem Wort, Gebet wird ein Bedürfnis, man spürt Gottes Nähe und Trost …

Danach kommt aber sicher eine Zeit, in der wieder Probleme, Versuchungen, Ablenkungen so überhand nehmen, dass man meint, Gott habe sich zurückgezogen. Das Gebet gibt einem nichts mehr und macht keine Freude mehr.

Die Enttäuschung über Gott, der einen angeblich jetzt auch noch im Stich lässt, ist da groß. Viele die angefangen haben den Weg mit Gott zu gehen, geben nun auf, hören auf zu beten, suchen anderswo Trost. Dabei ist Gott traurig darüber, dass so viele nur solange bei Ihm bleiben, solange sie Seinen Trost und Seine Hilfe erfahren und erleben, und danach in Zeiten der Trockenheit aufgeben.

Es ist eigentlich traurig, wenn wir Menschen unsere Gottesbeziehung abhängig machen von unseren augenblicklichen Launen und Stimmungen, anstatt im Glauben zu wissen: Gott ist es wert, dass ich IHN anbete und IHM den ersten Platz gebe, dass ich mir Zeit nehme für IHN, ganz gleich, wie ich mich gerade fühle. Er jedenfalls hört mich und liebt mich, auch wenn ich nichts spüre und meine, mein Gebet ginge an eine glatte Wand. Ausdauer und Treue im Gebet weiterlesen