Vorstellung

Auf den folgenden Seiten wird das Werk WACHET UND BETET vorgestellt, das aus dem

  • Innerer Kreis der Eremitinnen/Eremiten der Anbetung, dem
  • Kreis der Gemeinschaften und dem
  • Freundeskreis

besteht. Im letzen Abschnitt wird die Spiritualität des Werkes kurz beschrieben.


    Abgelegt unter Vorstellung am 18.4.09 |


    Innerer Kreis der Eremitinnen/Eremiten der Anbetung

    Das Leben des Eremiten / der Eremitin der Anbetung ist der Eucharistischen Anbetung  gewidmet. Es ist dies ein Gebetsdienst, stellvertretend für viele, verbunden mit einem Leben der Sühne in der Nachfolge des Herrn. Das Konzept wurde Barbara Busowietz am 11.7.1979 in Geisenhausen von oben gegeben. Nach geistlicher Prüfung vom Regensburger Bischof Rudolf Graber im September 1980 bat er, mit der Verwirklichung dieses Konzepts und der Errichtung von möglichst vielen Klausen der Eremitinnen der Anbetung im Bistum Regensburg zu beginnen, weil dies ein Segen für die Kirche und das Bistum werde. Er bat mich dann, Barbara Busowietz dabei zu unterstützen.

    Im Leben des Eremiten/der Eremitin der Anbetung geschieht auch ein  Pastoraler Dienst. Anbetung und Dienst an den Menschen erschließen die Schätze des Herzens Jesu für die Welt. Die Dienste in einer Pfarrei sind gut für den Eremiten/ die Eremitin der Anbetung. Durch Teilzeitbeschäftigung in einem erlernten Beruf wird die eigene Existenz gesichert.

    Die EremitInnen der Anbetung sind in ihrer Lebensweise fest eingebunden in ihre Gemeinschaft, in die Gemeinschaft der Kirche, in die Gemeinschaft der Menschen, für die sie da sind. Die Gemeinschaft wirkt wie ein schützendes, absicherndes Netz: Sie gewährt Austausch, Auferbauung, Stärkung, Ermutigung, Prüfung, Korrektur.  Regelmäßige Treffen  sind daher notwendig, sowohl auf regionaler Ebene in der Nachbarschaft, als auch zweimal im Jahr, einmal mit allen Kreisen des Werkes Wachet und Betet (z. Zt. meist um den 10.März in Pfatter) und einmal mit allen EremitInnen und BewerberInnen unter sich (im Haus Werdenfels meist Ende August/Anfang September). Auch die monatlichen Berichte über das eremitische Leben sind eine Hilfe sich in die Gemeinschaft einzubinden.

    Als Klause für einen Eremiten/eine Eremitin der Anbetung genügt eine einfache kleine Mietwohnung, es kann aber auch ein Haus sein, das man schon vorher hatte, oder ein leeres Pfarrhaus, oder eine Klause neben einer Pfarrkirche. Aber nicht eine Einsiedler-Klause in der Wildnis. Nach dem Vorbild der seligen Juliana von Norwich soll die Klause mitten im Ort sein – sie hatte ihre Klause an die Pfarrkirche angebaut.

    Die Zeit der Vorbereitung. Nach einer Zeit der Prüfung von etwa einem Jahr kann jemand zur Zeit der Vorbereitung (=Noviziat) zugelassen werden. Diese Zeit dauert mindestens drei Jahre. Danach wird man zu den Erstversprechen zugelassen, die dann in die Hand des Bischofs (evtl. eines vom Bischof für jeden Einzelfall delegierten Priesters) abgelegt werden. Diese Versprechen werden jeweils für ein Jahr abgelegt und dann Jahr für Jahr erneuert.

    Die Konstitutionen des Werkes Wachet und Betet wurden, nach einigen Jahren gelebter Erfahrung nach diesen Idealen, zum ersten mal am 8.2.1993 vom Bischof von Regensburg ad experimentum für fünf Jahre bestätigt. Den Konstitutionen wurden in der überarbeiteten Fassung vom 28.8.1996 vom Rat des Werkes einige praktische Änderungen eingefügt. Die neue Fassung wurde dann erneut vom Bischof von Regensburg mit Schreiben vom 4.12.1997 für weitere fünf Jahre bestätigt und vom neuen Bischof Gerhard Ludwig Müller mit Schreiben vom 18.12.2002 für weiter 5 Jahre bestätigt. Für die Zukunft ist jetzt eine neue Überarbeitung der Konstitutionen geplant. Zur Zeit gibt es 10 EremitInnen der Anbetung mit Versprechen, zwei sind in der 3-jährigen Zeit der Vorbereitung (Noviziat), ein Diakon hat am 8.3.2008 sein Jahr der Orientierung begonnen, weitere BewerberInnen sind auch schon mit dem Werk in Verbindung.


    Abgelegt unter Vorstellung am 13.3.09 |


    Kreis der Gemeinschaften

    Dieser zweite Kreis vereinigt Weg- und Lebensgemeinschaften, die nach den Kernpunkten des Konzeptes leben möchten. Dazu können auch Priester, Diakone und Ehepaare gehören.

    Zur Zeit gehören dazu: Die Jünger-Jesu-Gemeinschaft, die sich alle zwei Wochen in Pfatter trifft, mit  momentan 11 Mitgliedern, sowie einem losen Kreis von Interessenten und Bewerbern für Weg-Gemeinschaften.

    Auch die bereits bestehende St. Petrus-Gemeinschaft, Otzing, hat sich mit dem Werk Wachet und Betet verbunden.

    (Eine weitere Gemeinschaft, „Braut Christi – Gemeinschaft“, hat im März 2008 einen Termin beim Kardinal von Köln, um dann auch mit dem Werk „Wachet und Betet“ verbunden zu sein.)


    Abgelegt unter Vorstellung am 13.3.09 |


    Freundeskreis

    Der Freundeskreis im Werk WACHET UND BETET hat seine besondere Berufung. Sie trifft im tiefsten zusammen mit der Berufung der EremitInnen der Anbetung, führt aber bei Menschen, die mitten in der Familie und im Beruf stehen, zu einer eigenen Lebensform, die ihre Fruchtbarkeit hat, und die der Welt Wesentliches zu sagen hat.

    Der Übergang vom Kreis der EremitInnen zum Freundeskreis ist fließend. Es kann sein, dass jemand zuerst im Freundeskreis versucht, diese Anregungen in seinem Leben zu verwirklichen und dann hingezogen wird zum eremitischen Leben. Es mag auch sein, daß jemand den Ruf zum eremitischen Leben in sich verspürt, aber durch die äußeren Umstände bedingt, noch nicht alle Punkte des Konzepts der EremitInnen verwirklichen kann.

    Es ist natürlich, wenn sich etwa um eine Eremitin der Anbetung, auch schon in ihrer Zeit der Vorbereitung, ein Kreis von Christen versammelt, die auch die eucharistische Anbetung suchen und miteinander den geistlichen Austausch pflegen. So kann eine neue Gruppe des Freundeskreises entstehen. Es können sich auch Einzelmitglieder des Freundeskreises in einer Region zusammenfinden und so eine neue Gruppe des Freundeskreises aufbauen.

    Die Mitglieder des Freundeskreises suchen die eucharistische Anbetung wenigstens einmal in der Woche, die Begegnung mit Christus in den Sakramenten, den Dienst des stellvertretenden Gebetes und der konkreten Fürbitte. Das ganze Leben soll geprägt sein vom Gebet und dem Wort Gottes, mit der Bereitschaft innerlich zu horchen, welche Möglichkeiten Gott uns auftut und welche Charismen ER uns schenkt im Dienst an den Menschen und an der Kirche. So wird das Leben zum Zeugnis. Der Freundeskreis ist auch eine verbindliche Gemeinschaft, die nicht nur geistig, sondern auch konkret erfahrbar werden soll. Es gibt große Treffen aller Mitglieder, daneben regionale Zusammenkünfte, um geistlichen Austausch, Schulung und ein gutes menschliches Miteinander zu pflegen.

    Zum Freundeskreis gehören zur Zeit 38 feste Mitglieder und BewerberInnen, in 4 Regionalgruppen und mehrere verstreut lebende Einzelmitglieder. Bis jetzt haben wir 3 Regionalgruppen in Regensburg, Metten-Pfatter und Landau.

    Zur Koordinierung des Freundeskreises und als Vertreter des Freundeskreises im Rat des Werkes WACHET UND BETET waren viele Jahre lang das Ehepaar Helmut und Franziska Stern aus Landau zuständig. Seit 2006 wurde das Ehepaar Dr. Michael & Eva Hartl aus Metten berufen.


    Abgelegt unter Vorstellung am 13.3.09 |


    Spiritualität des Werkes

    Allen Mitgliedern und BewerberInnen wird zur Einübung in die Spiritualität empfohlen,

    • regelmäßig die Bibel zu lesen und diese betend zu betrachten,
    • den Welt-Katechismus der Katholischen Kirche einmal durchzuarbeiten,
    • das gelbe Heft “Von den Mystikern lernen” von Barbara Busowietz (erhältlich über diese Homepage) und
    • Bücher von Teresa von Avila und Anderer zu betrachten.

    Abgelegt unter Vorstellung am 13.3.09 |